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07.08.2019

Datengesteuertes Recruiting scheitert oft an fehlendem Wissen

Datengesteuerte Rekrutierungsmethoden haben sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Trotzdem zögern viele Unternehmen noch, sie anzuwenden. Während einige keinen Bedarf daran haben oder ihn zumindest nicht sehen, scheitern andere an mangelndem Know-how und fehlender Marktkenntnis, zeigt eine Personalleiterbefragung des ifo-Instituts im Auftrag von Randstad.

Für die Studie wurden rund 1.000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen befragt. 35 Prozent von ihnen nannten "mangelnden Bedarf" als Begründung, warum sie die Möglichkeiten des digitalen Rekrutierens nicht nutzen. 26 Prozent räumten fehlende Fachkenntnis ein, 21 Prozent mangelnde Angebotskenntnis. Unausgereifte Technik oder Ineffizienz sahen dagegen nur acht beziehungsweise sieben Prozent als Problem an. "Selbst bei Großunternehmen, die automatisierte Auswahlverfahren am häufigsten anwenden, liegt dieser Wert nur bei 15 Prozent", heißt es bei Randstad weiter.

Noch deutlicher wird das Ergebnis, wenn man die Gruppe der Personaler, die dem E-Recruiting grundsätzlich positiv gegenüberstehen, separat betrachtet. Bei ihnen klagten 33 Prozent über mangelndes Know-how und 25 Prozent über den fehlenden Überblick über das Marktgeschehen.

"Die Bedeutung von digitaler Weiterbildung wird von Unternehmen häufig unterschätzt", kommentiert Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie, die Zahlen. Da in Zukunft die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit immer stärker von technologischer Kompetenz abhänge, könnten die langfristigen Folgen eines digitalen Defizits gravierend sein.

Die Schulung der eigenen Belegschaft könne wesentlich dazu beitragen, dem "Fortschrittsdruck Stand zu halten". Die Einführung datengesteuerter Rekrutierungsmaßnahmen bringe zudem Vorteile. Als gewichtigsten werteten 27 Prozent der Befragten ein moderneres Image, das sie dadurch gewinnen würden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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