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13.08.2019

Mittelstand punktet mit Wohnortnähe und familiärer Atmosphäre

Der Mittelstand ist bei den Arbeitnehmern beliebt, wie eine Studie von Stepstone zeigt. 59 Prozent bevorzugen eine Stelle in einem kleinen oder mittelgroßen Unternehmen (KMU), während nur 12 Prozent für einen Konzern arbeiten wollen. Als Pluspunkte werden vor allem die familiäre Atmosphäre und flache Hierarchien genannt.

Für den Mittelstandsreport, der im September 2019 erscheint, wurden 19.000 Fach- und Führungskräfte sowie 3.500 Recruiter und Manager, die für die Personalbeschaffung zuständig sind, befragt. Diejenigen, die bereits im Mittelstand beschäftigt sind, zeigten sich besonders treu: 76 Prozent gaben an, auch künftig in einem KMU arbeiten zu wollen. Lediglich fünf Prozent hatten das Ziel, in einen Großkonzern zu wechseln.

Eine Rolle spielen dabei auch ganz praktische Gründe: Oftmals haben sich die befragten Fach- und Führungskräfte schon einmal aufgrund der Wohnortnähe bei einem kleineren Unternehmen beworben. Hier ist das Angebot meist vielfältiger als die Anzahl an Großbetrieben im Umkreis. Als weiteren Vorteil von KMU sahen viele, dass dort eine sinnhafte Tätigkeit möglich ist und sie etwas bewirken können.

Es gibt jedoch auch Skeptiker. 38 Prozent der Befragten, die sich noch nie bei einem kleineren Unternehmen beworben haben, trafen die Entscheidung aus finanziellen Gründen: Sie gingen davon aus, dort weniger zu verdienen als in einem größeren Konzern. Fast ebenso viele glaubten, dass es in KMU weniger Zusatzleistungen gibt.

Das Interesse an kleineren Unternehmen scheint im Laufe eines Berufsweges zu schwanken, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Während 42 Prozent der Studierenden bei einem Arbeitgeber mit weniger als 100 Mitarbeitern starten wollen, lässt das Interesse am Mittelstand bei 31- bis 40-Jährigen nach, steigt jedoch dann mit zunehmender Berufserfahrung wieder an. Stepstone rät KMU, sich ihre speziellen Stärken bewusst zu machen und diese gezielt für die Personalgewinnung einzusetzen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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