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21.08.2019

Viele Deutsche unterschätzen ihre Einkommensposition

Die meisten Bürger sehen sich bezüglich ihres Einkommens der (oberen) Mittelschicht zugehörig. Wer zu den einkommensreichsten 20 Prozent der Gesellschaft zählt, unterschätzt aber häufig seine Einkommensposition, hat das Institut der deutschen Wirtschaft herausgefunden. Konkret gehören Singles mit einem monatlichen Netto-Einkommen von 3.440 Euro bereits zu den "oberen 10 Prozent".

Paare ohne Kinder oder solche, deren Kinder ausgezogen sind, zählen ab einem Haushaltsnettoeinkommen von 5.160 Euro zu der Gruppe der reichsten zehn Prozent. Grundlage der Auswertung sind Einkommensdaten des Jahres 2016 aus der repräsentativen Langzeitbefragung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Demnach betrug das bedarfsgewichtete Medianeinkommen in Deutschland 1.869 Euro pro Monat. Das bedeutet, dass eine Hälfte der Bevölkerung netto mehr, die andere Hälfte weniger als diesen Betrag zur Verfügung hatte, erklären die Wissenschaftler.

Darüber hinaus identifizierte das IW einige Faktoren, die die Höhe des Einkommens beeinflussen. So haben Akademiker nach wie vor eine besonders hohe Chance, die oberen Bereiche der Einkommensverteilung zu erreichen. Personen ohne Bildungs- oder Berufsabschluss liegen dagegen im Schnitt nur knapp oberhalb des ärmsten Viertels der Bevölkerung.

Des Weiteren zeigte sich, dass das bedarfsgewichtete Medianeinkommen von Landbewohnern im Vergleich zu Städtern um 116 Euro geringer ist. Neben dem Wohnort spielt zudem auch die Wohnung eine Rolle, so Studienautorin Judith Niehues: "Wer im Eigenheim wohnt, findet sich oftmals im oberen Bereich der Einkommensverteilung wieder."

Eine interaktive Grafik zur Studie, die Aufschluss über die eigene Einkommensposition gibt, ist hier abrufbar.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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