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04.09.2019

Berater sehen "große Dynamik" beim Technologieeinsatz im Finanz- und Rechnungswesen

Eine neue Studie von PwC sieht "deutliche Fortschritte" bei der Digitalisierung im Finanz- und Rechnungswesen. So habe sich die Zahl der KI-Anwendungen für automatisiertes Auslesen von Rechnungen seit 2017 beispielsweise fast verdoppelt. Die hohen Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit lassen aber viele Unternehmen bei der Automatisierung noch zögern.

Datenbasis der Studie ist die Befragung von 100 großen und mittelständischen Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Sie kommt teilweise zu anderen Ergebnissen als eine Umfrage von KPMG, die die Beratung wenige Tage vor PwC zum Thema veröffentlichte. Dort heißt es, dass die Digitalisierung im Rechnungswesen nur in kleinen Schritten vorankomme. KPMG hatte 151 Firmen in der DACH-Region befragt.

Während Ende 2017 lediglich 21 Prozent der von PwC Befragten den Technologieeinsatz in ihrem Finanz- und Rechnungswesen als progressiv oder gar sehr progressiv bezeichneten, sind es nun 29 Prozent. An der Spitze der konkreten Anwendungen, die geplant sind, steht die Belegerkennung mit 83 Prozent. Den direkten Datenaustausch beziehungsweise die direkte Datenverarbeitung wollen 74 Prozent fördern, während der Zahlungsverkehr bei 70 Prozent auf der Liste der Digitalisierungsvorhaben steht.

Gleichwohl brauchen neue Technologien Zeit. So setzen 56 Prozent der Umfrageteilnehmer KI noch nicht ein. Jene, die es bereits tun, intensivieren jedoch den Einsatz zunehmend. So stieg bei ihnen beispielsweise das intelligente Monitoring von Buchungsstoffen von zehn Prozent im Jahr 2017 auf nun 53 Prozent.

Gestiegen ist auch das Problembewusstsein. 79 Prozent sehen die hohen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit als größte Hürde für den Technologieeinsatz. Vor zwei Jahren waren es erst 18 Prozent. Auch lange Entwicklungszyklen bis zur Marktreife sowie Differenzierungen zwischen Standard- und individuellen Lösungen wurden häufig als Hemmschuh genannt. Darüber hinaus empfanden 56 Prozent die hohe Veränderungsgeschwindigkeit bei den neuen Technologien als hinderlich.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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