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10.10.2019

Zeitarbeit als Sprungbrett aus der Langzeitarbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote sank im September 2019 nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf 4,9 Prozent und befindet sich damit in der Nähe historischer Tiefststände. Trotzdem bleibt die Arbeitsplatzsuche für einige Bewerber schwierig, merkt der Personaldienstleister Randstad an. Es sei jedoch statistisch belegbar, dass Zeitarbeit auch Langzeitarbeitslose in Arbeit bringen kann.

Die Herausforderung ist mancherorts groß: In Baden-Württemberg beispielsweise liegt der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen arbeitslos Gemeldeten bei 25,5 Prozent. Die Politik hat bereits gegengesteuert. Am 1. Januar 2019 trat das Teilhabechancengesetz in Kraft, das Betroffenen die Rückkehr in den Arbeitsmarkt erleichtern soll. Als Maßnahmen sind unter anderem eine beschäftigungsbegleitende Betreuung und ein Lohnkostenzuschuss für die Arbeitgeber vorgesehen.

Vordringliche Ursachen für Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland sind ein höheres Alter und damit einhergehende gesundheitliche Einschränkungen sowie eine fehlende oder veraltete Qualifikation. Umgekehrt gilt, dass Weiterbildung, etwa der Erwerb zusätzlicher Kompetenzen und Abschlüsse, dauerhafte Beschäftigung sichert.

Zahlen der BA belegen laut Randstad, dass sich die Zeitarbeit schon in der Vergangenheit als ein effektives Mittel gegen Langzeitarbeitslosigkeit erwiesen hat. In Baden-Württemberg seien im vergangenen Jahr 1.847 Langzeitarbeitslose in der Zeitarbeit untergekommen. Das Unternehmen selbst beschäftige deutschlandweit mehr als viertausend ehemals Langzeitarbeitslose: "Wer als Ungelernter fünf Jahre oder länger arbeitslos war, ist danach durchschnittlich 29 Monate bei Randstad beschäftigt", so Dr. Christoph Kahlenberg, Manager der Randstad Akademie. Fachkräfte und -helfer seien im Schnitt ebenfalls mehr als zwei Jahre bei dem Personaldienstleister tätig, bevor sie von ihren Einsatzbetrieben übernommen werden oder auf andere Art einen neuen Arbeitgeber finden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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