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05.11.2019

DGFP-Studie: Personalentwicklung mangelt es an digitaler Reife

Der Befund ist bekannt: Der digitale Reifegrad deutscher Unternehmen wird als eher gering eingeschätzt. Einer Umfrage zufolge gab es in den vergangenen zwölf Monaten kaum Fortschritte. In der Personalentwicklung wird das Fehlen von Konzepten zur Entwicklung digitaler Kompetenzen als besonders gravierend erachtet. Dabei wird die Digitalisierung von der großen Mehrheit eigentlich positiv beurteilt.

Das sind Ergebnisse einer Befragung von 160 Personalentwicklern durch die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) und die Universität St. Gallen. Demnach beklagen 37 Prozent von ihnen, dass in ihrem Unternehmen keine klare Digitalisierungsstrategie vorliege. 44 Prozent räumten ein, keine klare Vorstellung davon zu haben, welche Kompetenzen im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung benötigt werden. Allein auf den Bereich Personalentwicklung bezogen fallen die Umfragewerte noch schlechter aus.

"Die Digitalisierung scheint insgesamt noch keine Chefsache zu sein", konstatieren die Autoren. An Vorbehalten dürfte es nicht liegen: 84 Prozent der Befragten glauben, dass die Digitalisierung mehr Vor- als Nachteile bringen wird. Dagegen fürchten lediglich zehn Prozent, dass intelligente Maschinen sie im Job überflüssig machen werden.

Im Vergleich mit den Vorjahres-Ergebnissen der Befragung gebe es in puncto digitaler Reife "keine grundlegenden Veränderungen", heißt es in der Studie weiter. HR hat besonderen Nachholbedarf, hier liegt sie im Vergleich mit der Unternehmensebene auf einem "eher niedrigen Niveau". Umso alarmierender ist, dass auch hier eine Stagnation beziehungsweise sogar "eine ganz leichte Tendenz nach unten" beobachtet wurde.

Die Autoren empfehlen unter anderem, das eigene Rollenverständnis zu klären und eine Digitalisierungsstrategie zu formulieren. Darüber hinaus sollten digitale Kompetenzen im Personalentwicklungsbereich entwickelt werden, eventuell zunächst in kleinen Schritten. Hilfreich sei es außerdem, Partnerschaften und Netzwerke auszubauen, sprich: in einem digitalen Ökosystem zu interagieren.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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