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10.01.2013

35 Prozent der Arbeitnehmer sind wechselwillig

Viele Menschen beginnen ein neues Jahr mit Vorsätzen. Einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Karrierenetzwerks Xing zufolge haben sieben Prozent der Befragten dabei ganz konkret einen Jobwechsel im Sinn. Weitere 28 Prozent gaben an, dass sie zumindest offen für einen Wechsel wären. Als Gründe für ihre Unzufriedenheit nannten sie vor allem ihr Gehalt und das Verhalten der Vorgesetzten.

Arbeitgeber sollten in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels besonders aufmerksam zur Kenntnis nehmen, dass die Quote der Wechselwilligen bei leitenden Angestellten mit 40 Prozent sogar noch höher liegt. Von ihnen haben acht Prozent den Absprung schon fest eingeplant. Mit 82 Prozent gaben andererseits mehr als vier Fünftel der Arbeitnehmer an, zufrieden mit ihrem Arbeitgeber zu sein. der Rest fühlte sich (eher) unzufrieden.

"Dass die Zahlen so eklatant sind, überrascht (...) selbst mich", erklärt Thomas Vollmoeller, CEO der Xing AG. Des einen Leid ist des anderen Freud': Unternehmen, die auf der Suche nach Führungskräften sind, könnten die große Offenheit vieler Angestellter für einen Jobwechsel für sich nutzen. Offenbar warteten viele potenzielle Kandidaten darauf, angesprochen zu werden.

Was treibt Angestellte dazu, sich nach neuen Arbeitgebern umzuschauen? Für 59 Prozent der befragten Wechselwilligen ist es das derzeitige Gehalt. Darüber hinaus klagte rund die Hälfte über eine schlechte Arbeitsatmosphäre sowie das Verhalten der Vorgesetzten. Bei der Suche nach dem potenziellen neuen Arbeitgeber steht eine gute Arbeitsatmosphäre sogar mit 73 Prozent ganz oben auf der Wunschliste der Unzufriedenen.

Um nicht vom Regen in die Traufe zu kommen, empfiehlt Xing, sich so ausgiebig wie möglich über eventuelle neue Arbeitgeber zu informieren. Dafür stünden beispielsweise mit dem Internetauftritt, den Social Media-Kanälen und Bewertungsportalen heutzutage viele Quellen zur Verfügung. Bei dem Xing-Kooperationspartner kununu, einem Portal für Arbeitgeberbewertungen, würden kleine und mittlere Unternehmen in der Regel besser abschneiden als große Konzerne.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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