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25.06.2013

Studentenumfrage: So tickt die Generation Y

Junge Nachwuchskräfte zwischen 20 und 35 Jahre, die sogenannte Generation Y, werden von den Unternehmen besonders umworben. Bei der "10. Continental-Studentenumfrage" standen ihre Wünsche und Ziele im Mittelpunkt. Statt einer steilen Karriere ziehen sie eine Balance zwischen Beruf und Privatleben vor, so ein Ergebnis der Studie. Einer Frauenquote stehen sie eher ablehnend gegenüber.

Insgesamt hat das Institut für angewandte Sozialforschung im Auftrag des Automobilzulieferers 1.011 Studierende befragt. Grundsätzlich lege die Generation Y "großen Wert auf eine individuelle Lebensgestaltung", heißt es in der Studie. Die Herausforderung für die Unternehmen werde darin bestehen, den jungen Mitarbeitern die nötigen Freiheiten zu lassen und gleichzeitig für den Arbeitgeber planbare Rahmenbedingungen zu schaffen.

Der gestiegene Stellenwert des Privatlebens geht bei den meisten Nachwuchskräften nicht auf Kosten des Arbeitseinsatzes: 82 Prozent der Befragten ist es nach eigenen Angaben wichtig, im Beruf etwas zu leisten. Den jüngsten Krisen zum Trotz beurteilen 72 Prozent ihre Karriereaussichten positiv.

Einer möglichen Frauenquote stehen die befragten Studenten mehrheitlich ablehnend gegenüber, obwohl insgesamt 65 Prozent von ihnen der Ansicht sind, dass Frauen im Beruf benachteiligt werden. Trotzdem sehen nur 26 Prozent die Notwendigkeit, eine Frauenquote einzuführen. Selbst bei den Studentinnen hält sie nur ein Drittel für das Mittel der Wahl.

Auffällig am Vergleich der Ergebnisse mit den Daten aus den Vorjahren ist der stark ansteigende Wunsch nach planbaren Arbeitszeiten. Die Quote derjenigen, die sich eine tariflich geregelte 40-Stunden-Arbeitswoche wünschen, stieg von 17 Prozent im Jahr 2006 auf aktuell 39 Prozent, dem höchsten Stand seit Beginn der Erhebung.

Generell spielt das Sicherheitsbedürfnis für die Generation Y offensichtlich eine große Rolle. Selbstständig zu arbeiten käme für weniger als 20 Prozent infrage. Darüber hinaus erhoffen sich 48 Prozent, einen Arbeitsplatz in der vertrauten Heimatregion zu finden. Diese mangelnde Bereitschaft zur Mobilität könnte zu einem Problem werden, so die Studienautoren.

Weitere Ergebnisse der Continental-Studentenumfrage finden Sie hier.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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