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02.04.2014

Knapp ein Drittel leistet freiwillig Wochenend-Arbeit

Drei von fünf Berufstätigen arbeiten zumindest manchmal auch am Wochenende oder an Feiertagen. Der Trend wird als "Work-Life-Blending", die Verschmelzung von Berufs- und Privatleben, bezeichnet. Für die Beschäftigten muss dies kein Nachteil sein: Immerhin 27 Prozent der Befragten gab in einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov an, freiwillig außerhalb der üblichen Zeiten zu arbeiten.

744 berufstätige Akademiker haben die Meinungsforscher im Januar 2014 repräsentativ befragt. 60 Prozent gaben an, auch am Wochenende oder an Feiertagen zu arbeiten. Während 33 Prozent von ihnen sagten, dass sie zumindest manchmal an diesen Tagen beruflich aktiv sein müssen, arbeiten die anderen 27 Prozent aus freien Stücken. Dagegen gibt es bei 34 Prozent keine Notwendigkeit für Wochenend- oder Feiertagsarbeit, sechs Prozent haben keine Möglichkeit dazu.

22 Prozent der Befragten gaben an, etwa einmal im Monat Wochenend- oder Feiertagsdienst zu leisten. Für 20 Prozent ist das Wochenende gar kein richtiges Wochenende mehr: Sie erklärten, mindestens einen Tag an jedem Wochenende für ihren Arbeitgeber tätig zu sein.

Die Frage nach der Beantwortung von beruflichen Telefonanrufen und E-Mails in der Freizeit zeigte ein ähnliches Bild, wenngleich die Arbeitnehmerschaft hier eher geteilter Ansicht ist. Die Hälfte der Befragten antwortet auch am Wochenende oder an Feiertagen, 34 Prozent davon, weil sie es möchten. Die andere Hälfte der Befragten antwortet nicht: 40 Prozent von ihnen sehen keine Notwendigkeit, zehn Prozent haben nach eigenen Angaben nicht die Möglichkeit dazu.

"Work Life Blending" stelle das bisherige Konzept des klar abgrenzbaren Arbeits- und Privatlebens ("Work Life Balance") infrage, erklären die Meinungsforscher. Der Arbeitszeitpunkt spiele eine immer geringere Rolle: Die neuen Technologien würden den Wünschen vieler Arbeitnehmer entgegenkommen, selbstbestimmt agieren zu können.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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