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19.08.2014

Studie: E-Mail-Flut und Besprechungswahn kosten Unternehmen Millionen

Die wachsende Zahl an E-Mails und Besprechungen sorgen bei den Unternehmen für Verluste in Millionenhöhe, wie die Managementberatung Bain & Company in einer Studie herausgefunden hat. Zeit, so das Kernergebnis, werde wie keine andere Ressource verschwendet. Die Autoren identifizieren acht "Todsünden" im Zeitmanagement und geben Ratschläge, wie man sie vermeiden kann.

Zeit ist Geld. Was der amerikanische Staatsmann Benjamin Franklin bereits 1748 wusste, scheint in vielen Unternehmen in Vergessenheit geraten zu sein. In der Studie "Managing Your Scarcest Ressource" wurde das Zeitmanagement von 17 Konzernen untersucht. Die wenigsten von ihnen haben Strukturen, mit denen sich quantifizieren lässt, womit das Topmanagement und die Belegschaft ihre Zeit verbringen.

Die Berater haben diese Aufgabe übernommen und herausgefunden, dass Führungskräfte mittlerweile im Schnitt 30.000 E-Mails pro Jahr erhalten. Darüber hinaus verbringen die Mitarbeiter rund 15 Prozent ihrer gesamten Arbeitszeit in Meetings. Der Wert steige seit Jahren stetig, obwohl, so ein weiteres Ergebnis der Studie, viele dieser Treffen "nur aus reiner Gewohnheit" stattfinden würden.

Außerdem haben die Studienautoren auch eine Zunahme von "kontraproduktivem Konferenzverhalten" beobachtet. In einem Unternehmen hätten sogar 20 Prozent der Anwesenden durchschnittlich alle 30 Minuten drei oder mehr E-Mails während der Sitzung verschickt. Die Folge: "Bei 10.000 Mitarbeitern gehen auf diese Weise rund 60 Millionen US-Dollar verloren. Dies sind 20 Prozent der Gesamtkosten aller Meetings."

Zu den "Todsünden" im Zeitmanagement zählen laut Bain unter anderem eine unklare Terminplanung, eine zu komplexe Organisation sowie mangelnde Sitzungsdisziplin. "Nur wenn der Zeitaufwand gemessen und strengere Kontrollen eingeführt werden, ist die Verschwendung dieser wertvollen Ressource künftig vermeidbar", erklärt Dr. Imeyen Ebong, Leiter der deutschen Praxisgruppe Organisation bei Bain & Company.

Die komplette Liste der acht "Todsünden im Zeitmanagement" sowie Ratschläge zu deren Vermeidung finden Sie hier.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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