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26.08.2014

Umfrage: Work-Life-Balance und Gesundheitsangebote kommen zu kurz

Obwohl die meisten Beschäftigten ihre Arbeit als vielseitig und abwechslungsreich empfinden, kann sich nicht einmal die Hälfte von ihnen vorstellen, diese Tätigkeit bis zum Rentenalter fortzusetzen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung im Auftrag der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) hervor. Viele wünschen sich vor allem mehr Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

Die Umfrage, an der sich 2000 Arbeitnehmer beteiligten, wird von der iga seit 2005 alle drei Jahre durchgeführt. Grundsätzlich wurde die eigene Arbeitsstelle von der großen Mehrheit positiv beurteilt. 86 Prozent gaben an, dass sie ihre Arbeit als sicher und vielfältig einschätzen. Darüber hinaus waren vier von fünf Beschäftigten der Meinung, dass sie ihr Beruf fit halte.

Ein weiterer positiver Effekt der Arbeit ist für 82 Prozent, dass sie ihnen Anerkennung verschafft. Die Zustimmung hängt jedoch stark vom Bildungsabschluss ab. Während dies 88 Prozent der Befragten mit Fach- oder Hochschulreife bestätigten, waren es bei Teilnehmern mit Hauptschulabschluss lediglich 72 Prozent. Nur 51 Prozent der Beschäftigten ohne Schulabschluss verschafft ihre Arbeit Anerkennung.

Viel im Argen liegt noch im Gesundheitsbereich und bei der Work-Life-Balance. Lediglich 49 Prozent konnten sich vorstellen, ihre derzeitige Tätigkeit bis zum 65. oder 67. Lebensjahr fortzusetzen. Das Verhältnis zwischen den Lebensbereichen Arbeit, Familie, Partnerschaft, Sport und Freizeit schätzten nur 55 Prozent als zufriedenstellend ein. Gerade noch 45 Prozent gaben an, dass sich ihr Arbeitgeber um ihre Gesundheit kümmere. Der Wert ist im Vergleich zur letzten Befragung stark um 19 Prozentpunkte gesunken.

Etwa die Hälfte der Beschäftigten wünschte sich mehr Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Unternehmen, die diese bereits umgesetzt haben, boten unter anderem Aktivitäten zur Verbesserung der Zusammenarbeit, der Arbeitsabläufe oder des eigenen Arbeitsplatzes. Auch Betriebssport, Betriebsarzt-Sprechstunden oder Schulungen zur Stressbewältigung, Bewegung und Ernährung wurden von vielen Beschäftigten genutzt.

Die Ergebnisse der Befragung können hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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