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16.02.2015

Studie zum Bewerbungsverhalten: Zeitung top, Facebook flop

Soziale Medien hin, Online-Netzwerke her - einer repräsentativen Online-Umfrage des Personaldienstleisters Manpower zufolge sind die Karriereseiten der Tageszeitungen für Jobsuchende nach wie vor das beliebteste Informationsmedium. Darüber hinaus ist mehr als ein Drittel der Befragten entweder auf Jobsuche oder zumindest offen für Angebote. Bewerbungen werden am liebsten per E-Mail verschickt.

Für die Studie "Jobsuche 2015" wurden 1001 Deutsche ab 18 Jahren befragt. 15 Prozent von ihnen gaben an, "derzeit dringend eine Arbeit" zu suchen. Rund die Hälfte von ihnen bewirbt sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus. Weitere 20 Prozent halten zwar hin und wieder Ausschau nach einer neuen Arbeitsstelle, sind aber nicht explizit auf der Suche. 39 Prozent sind zufrieden mit ihrer aktuellen Position. Rund ein Viertel der Befragten ist weder berufstätig noch auf der Suche nach einem Job.

Wer sich beruflich verändern will, schlägt vor allem die Tageszeitung auf: 46 Prozent informieren sich hier über offene Stellen. Ebenfalls gern genutzt werden persönliche Kontakte (37 Prozent), Suchmaschinen wie Google, Job-Portale und Internetseiten einzelner Unternehmen (jeweils 35 Prozent). Dagegen stehen Zeitarbeitsfirmen, soziale Netzwerke (jeweils 8 Prozent), Jobmessen (7 Prozent) und Fachmessen (4 Prozent) auf den hinteren Plätzen in der Beliebtheitsskala.

Bewerbungen per E-Mail werden zunehmend beliebt, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Binnen Jahresfrist ist die Quote um 7 Prozentpunkte auf nun 38 Prozent gestiegen. Den Postweg favorisieren 28 Prozent, während 18 Prozent ihre Mappe am liebsten persönlich abgeben. Mit Bewerbungen über Onlineportale können sich dagegen derzeit nur 4 Prozent der Befragten anfreunden, die Bewerbungsfunktion in sozialen Medien bevorzugen lediglich zwei Prozent.

"Die Deutschen glauben, dass sie mit klassischen Bewerbungsunterlagen die besten Chancen haben. Vielen Arbeitgebern ist aber wichtig, dass die Kandidaten in der Online-Kommunikation versiert sind und mit Jobportalen oder sozialen Medien umgehen können", kommentiert Herwarth Brune von Manpower. Er rät, dass Bewerber die neuen Möglichkeiten zumindest ausprobieren und Erfahrungen damit sammeln sollten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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