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10.08.2016

Auszubildende und Arbeitgeber erhalten mehr Unterstützung

Durch das geänderte Berufsausbildungsförderungsgesetz (BAföG) können Auszubildende seit 1. August in den Genuss höherer Förderungen als bisher kommen. Die Sätze für die Berufsausbildungsbeihilfe und das Ausbildungsgeld wurden teilweise deutlich angehoben. Zudem erhalten Arbeitgeber mehr Unterstützung von der Agentur für Arbeit (BA) für Einstiegsqualifizierungen.

Die Berufsausbildungsbeihilfe erhalten Auszubildende, wenn sie während ihrer Lehre nicht bei den Eltern wohnen und der Ausbildungsbetrieb vom Elternhaus nicht in angemessener Zeit erreicht werden kann. Das Ausbildungsgeld erhalten junge Menschen mit Behinderung, die eine behindertenspezifische Ausbildung oder Berufsvorbereitung absolvieren.

Die Bedarfssätze und die Einkommensfreibeträge sind um etwa sieben Prozent, die Bedarfe für eine Unterkunft sogar um zwölf Prozent angehoben worden, um den gestiegenen Mietkosten Rechnung zu tragen. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums steigt damit beispielsweise der Höchstbedarf für den Lebensunterhalt einschließlich Unterkunft während einer Ausbildung von 572 auf 622 Euro. Darauf angerechnet werden die Ausbildungsvergütung sowie die Einkommen von Ehegatten, eingetragenen Lebenspartnern oder Eltern.

Ausbildungsplatzbewerber, die bis 30. September keine Stelle gefunden haben, sowie benachteiligte oder noch nicht für eine Lehre geeignete junge Menschen können durch eine Einstiegsqualifizierung gefördert werden. Sie wird als betriebliches Langzeitpraktikum durchgeführt, für die Arbeitgeber Zuschüsse erhalten. Bislang betrug die Unterstützung 216 Euro im Monat, seit August sind es 231 Euro. Zusätzlich wird ein Teil des durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitrags des Teilnehmenden gezahlt. Für die Förderungen stellt die Regierung jährlich insgesamt mehr als 62 Millionen Euro zur Verfügung.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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