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15.05.2017

Neue Lohnuntergrenze in der Zeitarbeit

Voraussichtlich zum 1. Juni 2017 wird eine neue allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze in der Zeitarbeit in Kraft treten. Bereits seit dem 1. März 2017 gilt in der untersten Entgeltstufe der Tarifwerke ein Stundenlohn von 9,23 Euro im Westen und 8,91 Euro im Osten. Der Mindestlohnausschuss hat dem Antrag auf Allgemeinverbindlichkeit für eine Lohnuntergrenze schon stattgegeben.

Wie der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) berichtet, habe er die Allgemeinverbindlichkeit für eine Lohnuntergrenze in der Zeitarbeit vor allem deswegen beantragt, damit die in der Branche erreichten Standards nicht unterlaufen werden können. In der untersten Entgeltstufe E1 sei mittlerweile eine Lohnhöhe erreicht worden, die "spürbar" über dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn liegt.

BAP-Vizepräsident Sebastian Lazay, der den Verband bei der Anhörung im Bundesarbeitsministerium vertrat, sagte: "Sollte diese Entgeltstufe der Zeitarbeitstarifwerke nicht zur allgemeinverbindlichen Lohnuntergrenze erklärt werden, könnte sie sowohl von deutschen Zeitarbeitsunternehmen, die nicht tarifgebunden sind, als auch von ausländischen Anbietern unterlaufen werden."

Das könne nicht im Interesse des BAP sein, weil es negative Auswirkungen auf Mitarbeiter in der Branche haben würde. "Nun fehlt nur noch die entsprechende Rechtsverordnung der Bundesarbeitsministerin, damit die beantragte Lohnuntergrenze zum 1. Juni 2017 in Kraft treten kann", so Lazay weiter.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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