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17.05.2017

Lieber angestellt als selbstständig

Auch wenn Berlin angeblich Deutschlands Startup-Hauptstadt ist: Kaum jemand möchte sich mit einer Firma selbstständig machen. Das geht aus dem aktuellen Arbeitsbarometer der Personalberatung Randstad hervor. Lediglich 15 Prozent würden gerne ihr eigener Chef sein, um mehr Entscheidungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu haben. Die Mehrheit bevorzugt ein Angestelltenverhältnis.

Die Online-Umfrage für das Arbeitsbarometer wird vierteljährlich in 33 Ländern durchgeführt. In Deutschland wurden 400 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren aus unterschiedlichen Branchen befragt. "Die positive Entwicklung der Lage auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich negativ auf die Zahl der Unternehmensgründungen aus", erklärt Petra Timm, Director Group Communication bei Randstad Deutschland. Die Chance auf eine Festanstellung sei aufgrund von Fachkräfteengpässen und hoher Nachfrage seitens der Unternehmen momentan sehr gut.

Schlechte Erfahrungen mit der Selbstständigkeit

Grund für die schlechte Gründungsstimmung sind auch schlechte Erfahrungen: 42 Prozent der Befragten waren schon einmal selbstständig - und sind damit gescheitert. Dazu hätten nach eigenen Angaben beispielsweise Finanzierungsprobleme, Informationsdefizite sowie nicht vorhandene kaufmännische und unternehmerische Kenntnisse beigetragen. Darüber hinaus waren 70 Prozent der Meinung, dass es "kleine Firmen im globalen Wettbewerb im Gegensatz zu großen multinationalen Unternehmen sehr schwer haben". Hinzu kommt bei 38 Prozent die Angst vor einem beruflichen Scheitern, das einen finanziell ruinieren und in eine persönliche Krise stürzen könnte.

Zahl der Existenzgründungen in Deutschland auf historischen Tiefstand gesunken

In anderen Ländern, vor allem in Südeuropa, sieht die Situation anders aus: Dort kann sich Randstad zufolge mehr als die Hälfte der Befragten eine Selbstständigkeit gut vorstellen. In Deutschland dagegen ist die Zahl der Existenzgründungen im vergangenen Jahr nach Angaben der Förderbank KfW auf einen historischen Tiefstand gesunken.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.



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