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18.05.2017

"Hinsehen statt weggucken" - Prävention gegen Alkohol am Arbeitsplatz

Riskanter Alkoholkonsum ist gefährlich, besonders am Arbeitsplatz: Dort kann er zu erhöhten Unfallgefahren, Störungen von Betriebsabläufen, einer verringerten Produktivität oder erhöhten Arbeitsunfähigkeitszeiten führen - von gesundheitlichen Schäden ganz zu schweigen. Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) weist darauf hin, dass viele Unternehmen bereits auf Prävention setzen.

Arbeitgeber sind nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet, Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren für die Mitarbeiter einzuleiten. "Unternehmen können im Rahmen des Arbeitsschutzes, aber auch der betrieblichen Gesundheitsförderung Maßnahmen zur Suchtprävention ergreifen", berichtet Anna Peck, wissenschaftliche Expertin des ifaa.

Maßnahmen zur Prävention

Präventiv wirkten beispielsweise eine Betriebsvereinbarung zum Thema Suchtprävention, ein Alkoholverkaufsverbot in der Kantine beziehungsweise in Getränkeautomaten, oder auch ein generelles Verbot von Alkoholkonsum im Unternehmen. Auch die Vorgesetzten spielen eine wichtige Rolle: Sie sollten ein Vorbild im Verhalten sein. Peck: "Die Sensibilisierung von Führungskräften im Umgang mit suchtgefährdeten Mitarbeitern ist sehr wichtig." Hier gelte vor allem: "Hinsehen statt weggucken".

Anzeichen für riskanten Alkoholkonsum

Anzeichen, die auf einen riskanten Alkoholkonsum von Mitarbeitern hindeuten können, seien verändertes Arbeitsverhalten, Persönlichkeitsveränderungen, körperliche Veränderungen oder unpassende Trinkgewohnheiten. Wer sich selbst schützen will, sollte unter anderem "Alkoholräusche" vermeiden, mehrere alkoholfreie Tage pro Woche einlegen und nicht trinken, wenn er arbeiten oder Auto fahren muss. "Scheuen Sie sich nicht, rechtzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen", so ein weiterer Ratschlag des ifaa.

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