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06.12.2017

Mitarbeitergespräch: Alibitermin, bei dem nichts rumkommt?

Am Mitarbeitergespräch scheiden sich die Geister: Während 55 Prozent der Beschäftigten den Austausch über Leistungen und Erwartungen hilfreich und motivierend finden, können mehr als ein Drittel dem Personalgespräch nichts abgewinnen, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

Für die Studie "Talents & Trends" hat die Karriereberatung von Rundstedt 1018 Frauen und Männer befragt. Die Stichprobe entsprach nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung der deutschen Bevölkerung. Für mehr als ein Drittel ist das Personalgespräch demnach lediglich ein "Alibitermin, bei dem nichts rumkommt".

Mitarbeiter erwarten Entwicklungsperspektiven

"Dennoch hängt die Messlatte hoch", heißt es bei der Beratung weiter. Nicht nur, dass knapp 60 Prozent der Mitarbeiter ihre Vorgesetzten in die Pflicht nehmen, ihnen Perspektiven für die Weiterentwicklung aufzuzeigen. Die meisten bereiten sich darüber hinaus auch selbst vor: Jeweils 56 Prozent der Befragten steckt sich vor dem Gespräch Ziele und überlegt sich Argumente bezüglich Themen, die kritisch beleuchtet werden könnten. Fast ebenso viele notieren sich vorab Verbesserungsvorschläge oder prüfen, ob ihre Erwartungen und Wünsche aus dem letzten Mitarbeitergespräch erfüllt wurden. Lediglich 13 Prozent verlassen sich voll und ganz darauf, je nach Gesprächsentwicklung situativ zu argumentieren.

Besser Karrieredialog, statt Mitarbeitergespräch

"Viele Beschäftigte nehmen also ihre berufliche Entwicklung in die Hand und nutzen das Mitarbeitergespräch hierfür als Gelegenheit", resümieren die Berater. Dennoch liege die Quote derer, die dem Austausch mit der Führungskraft nichts abgewinnen können, mit 35 Prozent sehr hoch, sagt CEO Sophia von Rundstedt: "Hier liegt viel Entwicklungspotenzial brach." Ein Weg könne die Ablösung des klassischen Mitarbeitergesprächs zugunsten eines Karrieredialogs sein.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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