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12.02.2018

Praktikanten: Besser bezahlt, aber weniger zufrieden

82 Prozent der Praktikanten in Deutschland sind zufrieden mit ihrem Job. Was sich gut anhört, hat einen Haken: Vor Jahresfrist lag die Quote noch bei 88 Prozent. Ein Grund für den Rückgang könnte sein, dass die Zahl jener, die Überstunden leisten mussten, auf mittlerweile 45 Prozent gestiegen ist. Dies sind zwei Kernergebnisse des Praktikantenspiegels 2018 von Clevis Consult.

An der Studie, die gemeinsam mit dem Karriere-Netzwerk Absolventa und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg durchgeführt wurde, haben insgesamt rund 5.200 Praktikanten teilgenommen. Was die Bezahlung betrifft, stieg das Monatsgehalt um 66 Euro auf durchschnittlich 1.098,67 Euro. Damit haben sich die Praktikantengehälter seit der Erstauflage der Erhebung im Jahr 2010 um knapp 400 Euro erhöht. Zudem werden mittlerweile 96 Prozent aller Praktika vergütet.

Freiwillige Praktika werden besser bezahlt

Bei freiwilligen Praktika liegen die Gehälter im Vergleich zu Pflichtpraktika aufgrund der Mindestlohnregelung noch höher: Im Schnitt wurden 1.239,75 Euro gezahlt. Das Durchschnittsgehalt bei Pflichtpraktika lag hingegen nur bei 940,13 Euro. Geld allein macht aber nicht glücklich, heißt es, und die Arbeitgeber scheinen das auch zu wissen. 75 Prozent der Praktikanten erfahren regelmäßige Betreuung durch ein Teammitglied, 60 Prozent genießen Zuschüsse und Vergünstigungen. Knapp die Hälfte kann außerdem Fitness- oder Freizeitangebote wahrnehmen. Immerhin ein Viertel der Praktikanten darf sogar mit auf Dienstreise gehen.

Praktika als Mittel der Mitarbeitergewinnung

Für ebenfalls befragte Personaler sind Praktika als Mittel der Mitarbeitergewinnung unverzichtbar: 94 Prozent von ihnen sehen sie als wichtiges Instrument an. Gleichzeitig nutzten allerdings nur 17 Prozent ihr Alumni-Netzwerk, um die Talente systematisch an das Unternehmen zu binden. Hier verschenken Unternehmen wertvolles Potenzial, mahnen die Studienautoren.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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