Nachrichten

16.04.2018

Studie: Bewerber verzeihen keine langen Wartezeiten mehr

Das passt nicht zusammen: Fachkräfte werden bei der Jobsuche immer ungeduldiger. Gleichzeitig benötigen manche Unternehmen immer mehr Zeit, um sich für einen Bewerber zu entscheiden. Die Gefahr wächst, dass die Wunschkandidaten bis dahin abgesprungen sind. Das zeigt eine Studie des Personaldienstleisters Robert Half, für die 200 CFOs befragt wurden.

Von den 164 Befragten, die angaben, dass Bewerber immer ungeduldiger werden, stimmten 55 Prozent der Aussage zu, dass sich die Einstellung der Bewerber verändert hat. 52 Prozent waren sich auch darüber im Klaren, dass die Kandidaten mehrere Angebote vorliegen haben. 37 Prozent führten die wachsende Ungeduld darauf zurück, dass sich die Zahl der Bewerbungsrunden erhöht hat - und zumindest 17 Prozent gaben auch offen zu, dass sich der Einstellungsprozess verlängert hat.

Unternehmen sollten die Ergebnisse als Warnsignal sehen und ihre Bewerbungsprozesse prüfen, empfehlen die Berater. Sind sie zu lang, gefährde dies die Qualität der Neueinstellungen. Im schlimmsten Fall seien die Unternehmen sogar gezwungen, die Suche von Neuem zu beginnen.

Sladjan Petkovic von Robert Half rät unter anderem dazu, das Stellenprofil stetig neu zu definieren, anstatt alte Ausschreibungen wiederzuverwerten. Die Time-to-Hire sollte gemessen und gegebenenfalls verkürzt werden, etwa, indem man den Bewerbungsprozess mittels One-Click-Bewerbung vereinfacht oder zunächst nur einen Lebenslauf anfordert. Darüber hinaus sollten Arbeitgeber mit Bewerbern transparent kommunizieren - insbesondere, wenn es zu Verzögerungen kommt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


Top-Themen 


Foto: ©  kentoh - Fotolia.com

Big Data: Brauchen wir eine Rechenschaftspflicht für Algorithmen?

Entscheidungen, mitunter auch lebenswichtige, werden zunehmend mit Unterstützung von Algorithmen getroffen. Der rechtliche Regelungsrahmen hinkt ihrem tatsächlichen Einfluss bislang stark hinterher. Daher fordern nicht nur IT-Experten immer lauter, die Entwickler für ihre Software verantwortlich zu machen – etwa mit einer Rechenschaftspflicht für Algorithmen.

mehr...

   
Junge Frau unterzeichnet Arbeitsvertrag
Foto: © nd3000 - Fotolia.com

Bewerbungsprozess: Unternehmen müssen mit offenen Karten spielen

Der Arbeitgeber ist rechtlich verpflichtet, den Bewerber auf Umstände hinzuweisen, die von erheblicher Bedeutung für die Entscheidung zum Abschluss eines Arbeitsvertrages sein können. Verletzt er diese „Aufklärungspflicht“, hat das rechtliche Konsequenzen. Welche das sind, zeigt unser Beitrag. mehr ...

   
Junge Mutter hält gähnendes Baby auf dem Arm
Foto: © nataliaderiabina - Fotolia.com

Neues Jahr, neue Regeln: Das ändert sich 2018

Mit dem Jahreswechsel stehen für Arbeitgeber wieder Neuerungen an. Wesentliche Änderungen für das Jahr 2018 finden Sie hier im Überblick. mehr...

   
 Zwei junge Frauen sitzen vor einem Laptop
Foto: © Antonioguillem - Fotolia.com

Recruiting-Strategie: Mitarbeiterempfehlungsprogramm

Viele Personaler setzen bei der Suche nach Talenten auf das Prinzip "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" – aus gutem Grund. Von diesem Empfehlungsmarketing profitiert nicht nur das Recruiting, sondern das Unternehmen als Ganzes. mehr...

   
Darstellung von Bitcoins
Foto: © thodonal - Fotolia.com

Bitcoin auf der Lohnabrechnung – Spielerei oder massentauglich?

Nur Bares ist Wahres, heißt es. Bitcoin beweist das Gegenteil: Vor allem in der Finanz- und IT-Branche steht man dem Krypto-Geld positiv gegenüber, weil es unter anderem fälschungssicher und unabhängig von Banken oder dem Staat ist. Ob und wann es sich flächendeckend durchsetzt, ist offen. Löhne und Gehälter in Bitcoin auszuzahlen, ist derzeit aber noch riskant.  mehr...

   
Frau mit Telefonhörer in der HandFoto: © milanmarkovic78-Fotolia.com

"KAPOVAZ": Arbeit auf Abruf – nicht immer erlaubt!

KAPOVAZ steht für „Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit“. Dabei handelt es sich um eine aus den USA übernommene Sonderform der Teilzeitarbeit, der zufolge der Teilzeitbeschäftigte auf Abruf seines Arbeitgebers zur Verfügung stehen muss. Auf welche arbeitsrechtlichen Beschränkungen Arbeitgeber bei der Abrufarbeit in der Bundesrepublik achten müssen, zeigt dieser Beitrag. mehr... 

   

Foto: © Alvin Harambai-Fotolia.com

Verhaltensbedingte Kündigung – vermeidbare Fehler!

Arbeitgeber können bei einer ordentlichen verhaltensbedingten Kündigung viel falsch machen. Das KSchG und eine Menge anderer Gesetze lassen ihnen zum Scheitern ein breites Betätigungsfeld. Die folgenden Kardinalfehler sollten sie aber unbedingt vermeiden. mehr...

   
 Chef wählt am Bildschirm Bewerber aus
Foto: © Soda Productions -Fotolia.com

Digitales Recruiting: Trendige Wege zum Wunschkandidaten

Der digitale Wandel birgt große Chancen für Personalverantwortliche, wenn sie für digitale Trends in der Kandidatensuche offen sind. Diese Trends sollten Sie kennen und nutzen. mehr...

   

 Mann betankt sein Auto

Foto: © Barem - Fotolia.com

Benefits für Vielfahrer: Bahncard, Tankgutschein oder Strom für's E-Auto?

Mit welchem Verkehrsmittel Arbeitnehmer zur Arbeit kommen, kann auch eine Frage des Anreizes sein. Nämlich, wenn Arbeitgeber beispielsweise Bahncard, Tankgutschein oder kostenfreies Aufladen von E-Fahrzeugen als Zusatzleistungen anbieten.  Wir stellen die Vor- und Nachteile der beliebtesten Fringe Benefits für Vielfahrer und Pendler vor. mehr...

   
   
 

Weitere Top-Themen