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23.04.2018

Bis zu 3.231 Euro mehr Gehalt, wenn der Job zur Persönlichkeit passt

Die Höhe des Gehalts hängt auch davon ab, wie gut die eigene Persönlichkeit zu den Anforderungen des Jobs passt. Das zeigt eine Studie auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin. Vor allem Beschäftigte, die ein den Anforderungen ihres Berufes entsprechendes Maß an Offenheit besitzen, profitieren finanziell. Es gibt allerdings auch eine Ausnahme.

Die Forscher haben Daten von 8.458 Erwerbstätigen untersucht, die im Rahmen der für Deutschland repräsentativen SOEP-Langzeitstudie wiederholt befragt wurden. Darüber hinaus werteten sie Angaben von als Berufsexperten ausgebildeten Psychologen aus, die die Anforderungen an die Persönlichkeit in unterschiedlichen Berufen eingeschätzt haben.

Anders als vielfach angenommen sind demnach offenbar nicht nur bestimmte Erfolg versprechende Persönlichkeitsmerkmale wie Gewissenhaftigkeit oder Extraversion entscheidend für die Höhe des Gehalts von Arbeitnehmern. Wie viel jemand verdient, hänge auch davon ab, wie gut die eigene Persönlichkeit zu den Anforderungen des Jobs passt. "Lediglich in Bezug auf die emotionale Stabilität gilt dieser Zusammenhang nicht", schreiben die Forscher.

Der Unterschied ist beachtlich: Im Jahr kann das Gehalt von jenen, die mit ihrer Persönlichkeit gut zu ihrem Job passen, um bis zu 3.231 Euro im Jahr höher ausfallen als bei anderen mit geringerer Passgenauigkeit. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob deren Persönlichkeitsmerkmale stärker oder weniger stark ausgeprägt sind als es ihre Arbeit erfordert.

Wer allerdings weniger gewissenhaft oder verträglich ist als es der Job erfordert, verdient im Durchschnitt mehr als die Kollegen. Der Grund für diese Ausnahme liegt laut Erstautor Jaap Denissen von der Universität Tilburg in den Niederlanden möglicherweise darin, "dass wenig gewissenhafte Menschen zwar oft weniger sorgfältig, dafür aber auch schneller arbeiten als andere". Für weniger verträgliche Menschen indes könnte es sich auszahlen, dass sie mehr Zeit in ihr berufliches Fortkommen investierten, als in gute Beziehungen zu ihren Kollegen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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