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12.06.2018

MINT-Fachbereiche internationalisieren sich nur langsam

In puncto Digitalisierung und weltweiter Vernetzung sind Absolventen der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) besonders gefragt. Während ein solches Studium weltweit überdurchschnittlich viele Studierende aus dem Ausland anzieht, gibt es insbesondere bei der Internationalisierung aus Deutschland heraus noch Nachholbedarf. Das zeigt eine Untersuchung des Stifterverbands.

Grundlage der Studie ist unter anderem eine Befragung von 143 Dekanen. Es zeigte sich, dass ein MINT-Studium in Deutschland über die Grenzen hinaus einen guten Ruf zu haben scheint: Im Schnitt studierten 46,4 Prozent der Bildungsausländer eines dieser Fächer. Vor allem die Ingenieurswissenschaften genießen eine hohe Attraktivität: "Hier erweist sich Deutschland als Spitzenreiter in Europa bei der Gewinnung ausländischer Studierender." Es könnten insgesamt noch mehr sein, wenn die Hochschulen verstärkt Social-Media-Kanäle oder Kooperationen mit Schulen im Ausland nutzen würden.

Alarmierend sei dagegen, wie wenig mobil einheimische MINT-Studierende sind, heißt es in der Studie weiter. Verpflichtende Auslandssemester oder Praktika seien nur selten im Stundenplan verankert. Und das, obwohl gerade in diesen Bereichen internationale Erfahrungen von den Unternehmen besonders geschätzt werden.

Des Weiteren bestehe bei der Internationalisierung der Lehrinhalte und des Personals Nachholbedarf, wie auch bei der Nutzung digitaler Instrumente: Eine aktive Online-Betreuung, digitale Vorlesungen, Seminare oder Prüfungen sind in mehr als der Hälfte der befragten Fachbereiche noch Mangelware. Gute Erfahrungen hätten sie hingegen mit der Kooperation mit Unternehmen bei der Schaffung von Praxisbezügen im Studium gemacht. Diese erleichterten den Übergang in den Arbeitsmarkt gerade für ausländische Studierende.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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