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13.09.2018

PwC-Studie: Auch Start-ups haben mit Personalmangel zu kämpfen

Wie die Großen, so die Kleinen: Die Personalplanung und -rekrutierung gilt für viele Start-ups als die derzeit größte Herausforderung. Das zeigt eine Studie der Beratung PwC, für die 1.000 Jungunternehmen befragt wurden. 62 Prozent von ihnen bezeichneten die Mitarbeitersuche als eher oder sehr schwierig - vor allem wegen des Fachkräftemangels oder zu hoher Gehaltsforderungen.

Der Bedarf ist groß: 61 Prozent der Start-ups planen personelle Aufstockungen, im Durchschnitt um acht Prozent. Die Werte liegen leicht unterhalb jenen von 2017, zeugen aber nach wie vor von deutlichem Optimismus. Vor allem schnell wachsende Unternehmen, sogenannte Scale-ups mit 50 und mehr Beschäftigten, sind von der Personalnot betroffen. Hier gaben 77 Prozent an, dass die Suche nach Mitarbeitern schwierig ist. Gesucht werden bevorzugt Programmierer, IT-Sicherheitsexperten und Entwickler - alles Berufsfelder, die auch bei vielen anderen Unternehmen begehrt sind.

Die Berater empfehlen unter anderem, Kooperationen mit etablierten Unternehmen einzugehen. Traditionelle Organisationen holten sich so neue Technologien und Produktideen ins Haus und lernten agile Arbeitsmethoden, während Start-ups Zugang zu Kunden, neuen Märkten und internen Strukturen von der Finanzfunktion bis zur Personalabteilung erhielten, erklärt Dr. Ashkan Kalantary, Leiter der PwC-Start-up-Initiative NextLevel. Rund 70 Prozent der befragten Unternehmen sind schon Kooperationen eingegangen, oftmals mit etablierten Unternehmen. Die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern wie anderen Start-ups, Beratern oder wissenschaftlichen Einrichtungen ist hingegen deutlich seltener.

Insgesamt zeigten sich die Start-ups mit ihrem lokalem Ökosystem zufrieden, wenngleich es regionale Unterschiede gibt. So lobten bundesweit 89 Prozent die digitale Infrastruktur, während im ländlichen Raum nur 66 Prozent den Daumen hoben. "Regionen, die sich allzu passiv verhalten, laufen Gefahr, dass junge Fachkräfte und Gründer abwandern und sich für andere Standorte entscheiden", mahnt Kalantary.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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