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15.03.2019

Langfristiger Anstieg von Teilzeitarbeit

2018 betrug das Arbeitszeitvolumen aller Beschäftigten in Deutschland rund 52,3 Mrd. Stunden. Das ist eine halbe Milliarde mehr als 1991. Auffallend sei der Trend zur Teilzeitarbeit.

Seit 1991 ist demnach das Arbeitszeitvolumen Vollzeitbeschäftigter von 47,5 Mrd. Stunden auf 40,7 Mrd. Stunden im Jahr 2018 gesunken, deutlich gestiegen sei hingegen das der Teilzeitbeschäftigten, von 4,3 Mrd. Stunden auf 11,6 Mrd. Stunden. Letzteres entspräche einem Anstieg des Teilzeitarbeitsvolumens von 8,3 Prozent auf 22,1 Prozent - gegenüber einem Absinken des Vollzeitarbeitsvolumens im gleichen Zeitraum von 91,7 Prozent auf 77,9 Prozent. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB-AZR) weise mit seiner Arbeitszeitrechnung für das gesamte Bundesgebiet das tatsächlich erbrachte Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung aus.

Bei der vereinbarten tariflichen bzw. betriebsüblichen Wochenarbeitszeit beschäftigter Arbeitnehmer habe die durchschnittliche Arbeitszeit je Beschäftigtem 1991 rund 1.737 Stunden betragen, entsprechend einem jährlichen Arbeitsvolumen von rund 61,2 Mrd. Stunden - gegenüber rund 1.477 Stunden im Jahr 2018, was einem Arbeitsvolumen von rund 60 Mrd. Stunden entspräche.

Während ein Erwerbstätiger 1991 im Durchschnitt rund 1.554 Arbeitsstunden geleistet habe, so seien es 2018 rund 1.362 Stunden gewesen. Auf rund 1.470 Arbeitsstunden durchschnittlich, abgesehen von Nebenjobs, kam laut IAB-AZR ein beschäftigter Arbeitnehmer im Jahr 1991, im Jahr 2018 waren es rund 1.287 Stunden. Kaum verändert habe sich die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten - von rund 1.643 Stunden auf rund 1.646 Stunden. Um fast 50 Stunden und somit besonders deutlich gestiegen sei jedoch die geleistete Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten - von rund 678 auf 727 Stunden seit 1991.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.


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