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15.04.2019

Cyber-Sicherheit kann für Unternehmen zur Existenzfrage werden

Unternehmen erkennen Cyberattacken zunehmend als zentrales Geschäftsrisiko. Noch haben allerdings längst nicht alle die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Das geht aus dem Report Cybersecurity Trends 2019 des TÜV Rheinlands hervor. Den Experten zufolge könnte die Frage, ob es gelingt, die Herausforderungen an die Sicherheit in der digitalen Wirtschaft zu meistern, zur Existenzfrage werden.

Das Thema ist mittlerweile zumindest in den Chefetagen angekommen, nachdem es bisher meistens als IT-Problem betrachtet wurde. Der teuerste Cyberangriff der Geschichte, NotPetya im Jahr 2017, habe zum Umdenken geführt, berichtet der TÜV Rheinland. Die Erkenntnis führe zu langfristigen Veränderungen beim Management von Cybersecurity-Risiken.

Allerdings gibt es nicht genügend Fachpersonal, um den Arbeitskräftebedarf in diesem Bereich zu decken. Die Lücke wird bis nächstes Jahr auf weltweit 1,5 Millionen Fachkräfte beziffert. 2021 könnten es bereits mehr als doppelt so viele sein. "Bei einem so extremen Fachkräftemangel treten häufig Marktverzerrungen auf", heißt es in dem Report weiter: Größere, finanziell besser gestellte Organisationen und Dienstleister seien in der Lage, kompetente Mitarbeiter zu rekrutieren, während kleinere Unternehmen in einigen Branchen Probleme haben könnten.

Darüber hinaus gewinnen sogenannte Red Team-Tests in Unternehmen an Bedeutung, so ein weiterer Trend. Grund dafür sind die zunehmende Verbreitung von Hackermethoden wie Social Engineering, bei dem versucht wird, Mitarbeiter gezielt zu manipulieren. Red Teaming simuliert solche Angriffe, um Schwachstellen aufzudecken.

Zu den weiteren Erkenntnissen der TÜV-Experten zählt, dass die Industrie "Jahre hinter der allgemeinen IT-Sicherheit" zurückliegt. Zudem habe der Druck durch die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu einem Wendepunkt für den Verbraucherdatenschutz geführt. Zwar seien die ersten verhängten Geldstrafen noch eher niedrig gewesen. Für die meisten Unternehmen werde es jedoch künftig preiswerter sein, Produkte und Dienstleistungen von Anfang an so zu gestalten, dass sie höchsten Datenschutzstandards entsprechen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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