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12.06.2019

Mehrheit pendelt mit dem Auto zur Arbeit

Allen alternativen Verkehrsmitteln zum Trotz: 63 Prozent der Angestellten pendeln mit dem Auto zur Arbeit. Auf dem zweiten Platz folgt die Bahn mit lediglich 12 Prozent, während Busse, Mitfahrgelegenheiten und Motorräder zusammen auf nur vier Prozent kommen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Jobbörse Jobware. Sie warnt, dass Pendeln krank machen kann.

Für die Analyse wurden mehr als 1.000 Erwerbstätige im Alter zwischen 18 und 60 Jahren befragt. Immerhin elf Prozent von ihnen fahren mit dem Fahrrad oder Pedelec zur Arbeit, während fünf Prozent zu Fuß gehen können.

Der starke Fokus auf das Auto und größere Entfernungen zur Arbeit seien nicht nur ein Problem für die Verkehrsnetzwerke, sondern auch bedenklich für die Gesundheit vieler Arbeitnehmer, heißt es weiter: "Dies führt letztlich dazu, dass Arbeitnehmer unzufrieden mit ihrer Work-Life-Balance sind und fördert die Entstehung von Berufskrankheiten wie Burnout."

Schuld sei häufig die exponierte Lage des Arbeitsplatzes: 67 Prozent der Angestellten würden nach eigenen Angaben "sofort" auf das Rad umsatteln, wenn der Wohnort näher am Arbeitsort liegen würde. Die Jobbörse schließt daraus, dass eine Jobsuche sogar vor einem Burnout schützen könne, wenn der neue Arbeitsplatz schneller und einfacher zu erreichen ist.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) berichtete 2018, dass Pendeln Zeit kostet, die für Familie, soziale Kontakte, Sport oder Ehrenamt fehlen. Zudem könnten lange tägliche Pendelzeiten mit mehr gesundheitlichen Beschwerden und Erschöpfung einhergehen. Beschäftigte seien dann außerdem weniger zufrieden mit ihrer Work-Life-Balance.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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