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02.12.2019

IT-Firma lockt Arbeitnehmer mit sechs Monaten Elternzeit bei voller Bezahlung

Aufgrund des Fachkräftemangels in vielen Branchen müssen sich Unternehmen einiges einfallen lassen, um Mitarbeiter zu finden und an sich zu binden. Hewlett Packard Enterprise (HPE) gab nun bekannt, rückwirkend ab Mai bei der Geburt oder Adoption eines Kindes sechs Monate Elternzeit zu gewähren - bei vollem Weiterbezug des Gehalts. Das Angebot gilt für weltweit rund 60.000 Angestellte.

Dass sich ein IT-Unternehmen so weit hervorwagt, ist keine Überraschung: Das staatliche Elterngeld ist auf 1.800 Euro im Monat gedeckelt. "Bei den Verdiensten, die wir in der IT-Industrie haben, bietet eine Weiterbezahlung des ganzen Gehalts also einen enormen Vorteil", zitieren mehrere Medien den HPE-Personal-Geschäftsführer für das Deutschland-Geschäft Ernst Reichart. Das Unternehmen ist auf Firmenkunden spezialisiert. In diesem Geschäftsumfeld sind IT-Fachleute besonders umworben.

Wer das Angebot, das auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften gilt, annimmt, erhält in diesen Monaten ausschließlich Geld von HPE. Anschließend können aber staatliche Leistungen bezogen werden, wenn eine längere Elternzeit geplant ist. Die Unterstützung soll Mitarbeitern dabei helfen, "ihre Karriere mit ihrem Familienleben in Einklang zu bringen", so Reichart weiter.

Auch andernorts geben sich Arbeitgeber viel Mühe, ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Das Manager Magazin hat jüngst zwölf besonders außergewöhnliche Zusatzleistungen vorgestellt. So stelle das IT-Unternehmen Cisco seinen Angestellten beispielsweise völlig frei, ob sie im Büro oder im Homeoffice arbeiten. Die Deutsche Telekom habe sogenannte Deskbikes angeschafft, mit denen sich die Mitarbeiter bei der Arbeit körperlich fit halten können. Bei Puma öffne in regelmäßigen Abständen ein Barber Shop, der Möglichkeiten zum Haareschneiden, zur Bartrasur und zur Nagelpflege biete.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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