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21.01.2020

Modellprojekt soll Zahl der Ausbildungsabbrüche senken helfen

Das Land Brandenburg hat direkt an berufsbildenden Schulen Anlaufstellen geschaffen, die bei Problemen während der Ausbildung helfen. Ziel ist es, die Zahl der Ausbildungsabbrüche zu senken - immerhin wird jedes vierte Ausbildungsverhältnis vorzeitig beendet. Das Programm "Türöffner" könnte auch für andere Bundesländer interessant sein: Es ist erfolgreich und wurde jüngst bis 2022 verlängert.

Das Projekt ergänzt den Aufbau von Jugendberufsagenturen, indem es Büros an den berufsbildenden Schulen eingerichtet hat. Sie sind damit für Jugendliche leicht erreichbar und schaffen einen Raum, in dem diese über mögliche Probleme sprechen und Handlungsmöglichkeiten kennenlernen können.

Elementare Bedeutung hat für den Ansatz bei "Türöffner" die Trägerkonstruktion, berichtet das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (FBB), das das Programm fachlich unterstützt. Die Mitarbeiter seien zwar räumlich an den berufsbildenden Schulen verortet, institutionell aber in den Landkreisen und kreisfreien Städten im Land Brandenburg verankert: "Damit sind sie gut vernetzt und bilden eine Schnittstelle zu bestehenden lokalen Unterstützungsangeboten." Als Ansprechpersonen könnten sie Jugendliche, Eltern, Lehrer und Betriebe zu Informations- und Beratungsangeboten vor Ort lotsen und engen Kontakt mit den Jugendberufsagenturen, Jobcentern und Arbeitsagenturen halten.

Derzeit sind 21 Mitarbeiter an 16 beruflichen Schulen in Brandenburg aktiv. Langfristig böten sie das Potenzial, Ausbildungsabbrüche frühzeitig zu erkennen. Erste Schritte dazu seien bereits in die Wege geleitet worden. Im weiteren Projektverlauf soll die Erprobung verschiedener Ideen intensiviert werden. Das Programm, das durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg gefördert wird, wurde bis 2022 verlängert.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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