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27.01.2020

Umfrage: Große Wechselbereitschaft trotz hoher Arbeitsplatz-Zufriedenheit

Der Arbeitsmarkt brummt nach wie vor. Das drückt sich auch im Selbstbewusstsein der Arbeitnehmer aus. So sind einer aktuellen Xing-Umfrage zufolge rund 40 Prozent der erwerbstätigen Deutschen offen für einen Jobwechsel. Hauptgründe dafür sind ein schlechtes Gehalt sowie ebensolches Verhalten von Vorgesetzten. Wer bleiben will, führt als Grund vor allem die Arbeitsplatzsicherheit an.

Insgesamt wurden 4.537 Arbeitnehmer im deutschsprachigen Raum befragt, davon 3.030 aus Deutschland. Während sich hier immerhin 39 Prozent offen für einen neuen Job zeigten, waren es in Österreich und der Schweiz sogar 51 beziehungsweise 56 Prozent. Auch regional gibt es teilweise beträchtliche Unterschiede. So waren die Hamburger mit 48 Prozent äußerst wechselbereit, während die Quote in Rheinland-Pfalz nur bei 27 Prozent lag.

Als Hauptgründe für einen möglichen Wechsel nannten die Befragten mit jeweils 53 Prozent ein schlechtes Gehalt und schlechtes Vorgesetztenverhalten, gefolgt von mangelnder Kollegialität (43 Prozent). Gleichzeitig gaben 84 Prozent der deutschen Erwerbstätigen an, mit ihrem Job zufrieden zu sein. In Hessen waren es sogar 88 Prozent, während in Hamburg 24 Prozent mit ihrer aktuellen beruflichen Situation unzufrieden sind.

Bei denjenigen, die ihrem Arbeitgeber treu bleiben wollen, stand für 77 Prozent die Arbeitsplatzsicherheit im Vordergrund. Auch ein guter kollegialer Umgang (63 Prozent) und die gute Erreichbarkeit des Arbeitsortes (55 Prozent) spielten eine große Rolle. Hier stehen folglich andere Aspekte als das Gehalt im Vordergrund. Bei den 18- bis 29-Jährigen ist die Arbeitsplatzsicherheit sogar für 86 Prozent das wichtigste Kriterium für den Verbleib bei einem Arbeitgeber.

"Trotz der hohen Zufriedenheitswerte hat sich immerhin fast jeder vierte deutsche Erwerbstätige (23 Prozent) innerhalb der letzten zwölf Monate aktiv beworben", heißt es bei Xing weiter. Sie ergriffen selbst die Initiative, haben nach Jobs gesucht und eine Bewerbung verfasst beziehungsweise Bewerbungsformulare auf Unternehmenswebseiten ausgefüllt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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