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31.03.2020

Verhältnis gut, Kommunikation ausbaufähig

In Krisenzeiten kommt es mehr denn je auf ein gutes Verhältnis zwischen Führungskräften und ihren Mitarbeitern an. Deutsche Unternehmen scheinen hier gut aufgestellt: 69 Prozent der Beschäftigten glauben, dass ihr Chef ihnen vertraut. Tatsächlich sagen sogar 92 Prozent der Manager, dass das so ist. Das zeigt eine Stepstone-Umfrage, die noch vor Ausbruch der Corona-Pandemie durchgeführt wurde.

Insgesamt wurden rund 3.500 Fachkräfte ohne Personalverantwortung sowie 1.500 Führungskräfte in Deutschland befragt. Die überwiegend vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Vergangenheit zahlt sich nun aus - etwa, wenn es um Homeoffice, Kinderbetreuung oder Notdienste geht. "Arbeitnehmer, die es gewohnt sind, eigenverantwortlich zu arbeiten und selbst Entscheidungen zu treffen, kommen mit der aktuellen Situation nicht nur besser zurecht - sie arbeiten wahrscheinlich auch produktiver", kommentiert Dr. Anastasia Hermann von Stepstone die Studienergebnisse.

Es war und ist jedoch nicht alles Gold, was glänzt. So zeigte sich auch, dass die Eigen- und die Fremdwahrnehmung teilweise drastisch voneinander abweicht. Neun von zehn Führungskräften gaben beispielsweise an, dass sie ihre Mitarbeiter bei Entscheidungen grundsätzlich miteinbeziehen. Das sahen sie zu einem guten Teil anders: Von ihnen sagten nur 42 Prozent, dass sie tatsächlich mitentscheiden können.

Was könnte künftig besser laufen? Eindeutig die Kommunikation: 62 Prozent der Beschäftigten wünschten sich, dass ihr Chef mehr mit ihnen spricht. 51 Prozent wären froh, wenn er sich mehr Zeit für sie nähme. Beides ist noch wichtiger, wenn in virtuellen Teams gearbeitet wird, sagt Hermann: "Führungskräfte sollten sich derzeit mehr denn je als Dienstleister für ihre Mitarbeiter verstehen und immer für sie ansprechbar sein." Wenn große Unsicherheit herrsche und sich die Situation täglich ändern könne, sei ein stetiger und verlässlicher Austausch die Basis für eine gute Zusammenarbeit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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