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06.04.2020

Arbeitgeber muss für Mehrkosten durch Homeoffice aufkommen

Zahlreiche Unternehmen haben mit Inkrafttreten der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie schnell Homeoffice-Arbeitsplätze geschaffen. Mangels Ressourcen kommen dabei oft die privaten Geräte der Beschäftigten zum Einsatz. Das Rechtsportal anwaltauskunft.de weist aus gegebenem Anlass darauf hin, dass der Arbeitgeber für einige dieser Kosten aufkommen muss.

Ob Homeoffice oder mobiles Arbeiten überhaupt möglich ist, muss im Arbeitsvertrag festgelegt werden. Wenn ja, hat der Arbeitgeber seine Mitarbeiter üblicherweise mit den notwendigen Arbeitsgeräten auszustatten. "Mit Beginn der Pandemie musste es allerdings schnell gehen", berichten die Experten. Also nutzen viele Arbeitnehmer nun ihren privaten Computer und ihr eigenes Handy für die Arbeit von zu Hause.

Sie müssen dafür aber keine Nachteile in Kauf nehmen, erklärt Dr. Nathalie Oberthür vom Deutschen Anwaltverein (DAV): "Arbeitnehmer haben Anspruch auf Ersatz derjenigen Aufwendungen, die sie im Interesse des Arbeitgebers erbracht haben." Darunter fielen etwa Stromkosten und Arbeitsmaterial.

Entscheidend sei allerdings, dass sie die höheren Kosten belegen können. Bei einem erhöhten Stromverbrauch dürfte das in der Praxis leichter fallen als bei einem größeren Geräteverschleiß. Dagegen muss der Arbeitgeber nicht für solche Ausgaben aufkommen, die seinen Mitarbeitern ohnehin entstanden wären. Als Beispiel nennt die Rechtsanwältin Kosten für eine WLAN-Flatrate.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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