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20.05.2020

Tipps für das digitale Führen von Mitarbeitern

Aufgrund der Corona-Pandemie und des vielfachen Umzugs ins Homeoffice haben viele Vorgesetzte - manche zum ersten Mal - Erfahrungen mit digitaler Führung gesammelt. Kooperation und Koordination sind dafür wesentlich, berichtet der Verband für Fach- und Führungskräfte (DFK). Er hat die wichtigsten Tipps aus der Beratungspraxis und dem Feedback seiner Mitglieder zusammengefasst.

Eine funktionierende technische Ausstattung ist die Grundlage der ortsunabhängigen Zusammenarbeit. Dabei gehe es nicht nur um die Wahl der richtigen Videokonferenz-Software, berichtet Arbeitsrechtler und DFK-Vorstand Nils Schmidt: "Oft scheitert es schon daran, dass jemand kein Headset hat und daher nicht konzentriert mitdiskutieren kann." Gute Führungskräfte fragten solche Probleme ab und böten Unterstützung an, um sie abzustellen.

Sie selbst müssten ebenfalls dazulernen, was die Medienkompetenz angeht. Das gelte auch für Tools, die sie derzeit selbst noch nicht nutzen - Kunden vielleicht aber schon. Auch Offenheit und Transparenz spielen Schmidt zufolge eine Schlüsselrolle in der digitalen Führung: Fach- und Führungskräfte seien insbesondere in der aktuellen Situation die Brücke zwischen Mitarbeitern und Unternehmen: "Ihre Art zu kommunizieren entscheidet, ob eine Gerüchteküche entsteht oder nicht."

Zwar geben Homeoffice und virtuelle Teams den Einzelnen mehr Flexibilität. Trotzdem oder gerade deswegen sollte mehr als bisher auf Regeln und ihre Einhaltung geachtet werden. "Ein Zuspätkommen etwa gewinnt bei virtuellen Meetings viel deutlicher an Bedeutung", heißt es beim DFK weiter. Gemeinsame Rituale können des Weiteren dabei unterstützen, das Wir-Gefühl zu stärken. Sie sollten eng mit Regeln verknüpft werden. Ebenso gewinne die Definition von Zielen an Bedeutung, wenn die Kontrolle von Arbeitsleistung schwerer möglich ist.

Abschließend rät Schmidt Fach- und Führungskräften dazu, ihre Sicht auf Fehler zu verändern. Vermeiden lassen sie sich ohnehin nicht. Daher sollten sie als Teil eines Lernprozesses verstanden werden, um das Team stärker zu machen. Etwa, indem sie ohne Schuldzuweisung gemeinsam besprochen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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