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30.07.2020

Umfrage: Corona wird die Arbeitswelt langfristig verändern

Die Corona-Krise wird nicht nur kurzfristig, sondern auch auf lange Sicht zu Anpassungen der betrieblichen Abläufe und dem Einsatz von Personal führen. Das geht aus einer Trendanalyse des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) hervor, für die 118 Fach- und Führungskräfte befragt wurden. Im Fokus stehen vor allem mobile Arbeit und die Arbeitszeitflexibilisierung.

Weitere Themen, die von den Befragten als sehr bedeutend eingeschätzt werden, sind Lean Management beziehungsweise Produktionssysteme, Digitalisierung, Industrie 4.0, die Fachkräftesicherung sowie kontinuierliche Verbesserung und Prozessorganisation. Das Bündel sei geeignet, auch die weiteren Folgen und Herausforderungen der Krise in den nächsten Jahren meistern zu können, glaubt Professor Dr. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa: "Die Zeichen der Zeit sind in den Unternehmen erkannt worden."

Vielfach wurde bereits beschrieben, wie das Homeoffice in Zeiten der Pandemie Karriere machte. Damit einher geht eine höhere Arbeitszufriedenheit, wie die Befragung ebenfalls zeigte. Die Kunst wird es künftig sein, alle Ansprüche unter einen Hut zu bringen: Mehr Flexibilität hinsichtlich Arbeitszeit und -ort bei sich gleichzeitig weiterentwickelnden Strukturen und Abläufen in den Betrieben.

Wenig verwunderlich ist, dass auch der gesetzliche Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Corona-Krise an Bedeutung gewonnen hat. "Insbesondere im Zusammenhang mit Fragen zum Infektionsschutz gibt es in den Unternehmen einen hohen Informationsbedarf", heißt es beim ifaa. Dies gelte gerade auch für die konkrete Auslegung behördlicher Vorgaben und Einschätzungen im Zusammenhang mit spezifischen betrieblichen Gegebenheiten.

Erstmals abgefragt wurde die Einstellung zum Nachhaltigkeitsmanagement - also der aktuellen Verbesserung der Unternehmenssituation, ohne die langfristigen Aussichten für Unternehmen, Inhaber, Beschäftigte, Kunden und Lieferanten zu verschlechtern. Ihm wird von den befragten Fach- und Führungskräften sowohl aktuell als auch für die nächsten Jahre eine hohe Bedeutung beigemessen. Das Ergebnis wird nicht zuletzt auf die zunehmende Thematisierung in der breiten Öffentlichkeit zurückgeführt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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