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15.09.2020

Viele Beschäftigte sind optimistisch und wechselbereit

Krise als Chance - das gilt scheinbar zumindest für einen erstaunlich hohen Anteil der Arbeitnehmer. Dem neuen, von nun an quartalsweise erhobenen Jobwechsel-Kompass der Königsteiner Gruppe und stellenanzeigen.de zufolge schätzen 43 Prozent der Deutschen ihre persönlichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt als gut ein. Mehr als die Hälfte zieht sogar einen Jobwechsel in Betracht.

Für die Analyse wurden in der ersten Juli-Hälfte dieses Jahres 500 Arbeitnehmer zu ihren beruflichen Zukunftsaussichten befragt. Es zeigte sich unter anderem, dass die Werte geschlechterabhängig differierten. So sagten von den Frauen 57 Prozent, dass ihr Antrieb, sich beruflich zu verändern, besonders ausgeprägt sei. Gleichzeitig rechneten sich dafür nur 32 Prozent gute Chancen aus. Bei den Männern waren es fast 50 Prozent.

An den Arbeitgebern liegt die hohe Wechselbereitschaft nur zu einem geringen Teil. So gaben lediglich 17 Prozent der Befragten an, derzeit sehr unzufrieden mit ihrem aktuellen Unternehmen zu sein. 46 Prozent waren dagegen eher oder sogar sehr zufrieden. "Diese Kombination aus Zufriedenheit mit dem aktuellen Arbeitgeber sowie der durchaus vorhandenen Bereitschaft zum Jobwechsel ist ein klares Anzeichen dafür, dass ein Großteil der Deutschen auch in Corona-Zeiten selbstbewusst nach vorne schaut und sich beruflich weiterentwickeln möchte", kommentiert Peter Langbauer von stellenanzeigen.de das Ergebnis.

Auch bezüglich der Gesamtsituation zeigen sich die befragten Beschäftigten überwiegend gelassen. Elf Prozent sind besonders optimistisch: Sie gehen davon aus, dass sich ihre Jobchancen bereits in vier Wochen verbessert haben werden. 32 Prozent erwarten das in sechs Monaten. Über einen Zeithorizont von einem Jahr rechnen sogar 45 Prozent mit einer Verbesserung der persönlichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auch hier sind die Männer mit 49 Prozent selbstbewusster als die befragten Frauen mit 41 Prozent.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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