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30.09.2020

Digitalisierung braucht Kooperation statt Konkurrenz

Bei der Digitalisierung stellen sich viele Unternehmen selbst ein Bein - indem ihre Abteilungen nicht zusammenarbeiten oder gar miteinander konkurrieren. Die Folge sind steigende Kosten und geringere Umsatzgewinne, zeigt eine Studie von Accenture. Erfolgsentscheidend sei der Abbau dieser internen Barrieren - auch und insbesondere in Zeiten eines wirtschaftlichen Abschwungs.

Die Beratung hat weltweit insgesamt 1.550 Führungskräfte befragt und zudem veröffentlichte Finanzinformationen ausgewertet. Demnach haben viele Unternehmen redundante Investitionen in bestimmte Technologien getätigt. Der Jahresumsatz stieg nicht um die erwarteten 11,3 Prozent, sondern im Durchschnitt nur um sechs Prozent. 64 Prozent der Befragten sahen überhaupt keine Steigerung ihres Umsatzwachstums durch digitale Investitionen.

"Mit dem Wachstum vieler Unternehmen haben sich gleichzeitig Silos gebildet - zentralisierte Funktionen und Abteilungen, die sich oft in erster Linie auf ihre internen Bedürfnisse konzentrieren und dadurch die Zusammenarbeit behindern", konstatiert Aimo Bülte von Accenture. Immerhin 22 Prozent der teilnehmenden Unternehmen zeichneten sich durch ihre interne Zusammenarbeit aus. Sie generierten zusätzliche Einnahmen durch digitale Projekte, die viermal so hoch waren wie die anderer Unternehmen.

Die Umfrage fand bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie statt. Eine zusätzliche Analyse danach hat gezeigt, dass die "Champions" den aktuellen Abschwung im Hinblick auf die durchschnittliche Aktienkursentwicklung ebenfalls besser überstanden haben als ihre Konkurrenten. Das lasse darauf schließen, dass diese Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit inmitten des sich verschlechternden Wirtschaftsklimas steigerten.

Dazu bedienten sie sich verschiedener Maßnahmen. So wurde die digitale Transformation über alle Funktionen hinweg umgesetzt. Bei der Projektauswahl lag der Fokus auf denen, die Menschen zusammenbringen und die Kooperation zwischen den einzelnen Geschäftsfunktionen stärken. Als weiteres Erfolgsrezept kristallisierten sich digitale Lösungen und Plattformen heraus, die interoperabel sind.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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