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06.10.2020

Corona stellt auch die Entlohnungsmodelle infrage

Dass die Corona-Krise die Arbeitswelt verändert, ist bekannt. Das Karriere-Netzwerk Xing wollte es genauer wissen und hat im September 1.573 Mitglieder aus der DACH-Region zum Thema befragt. Demnach haben viele in Equipment für ihr Homeoffice investiert, während der Stellenwert der Arbeit für die meisten derselbe ist wie vor der Pandemie. Gefordert werden unter anderem neue Vergütungsmodelle.

Von den befragten Mitgliedern stammten 626 aus Deutschland. Für 72 Prozent von ihnen spielt die Arbeit zwar eine ähnliche Rolle wie zuvor schon. Bei einigen haben sich allerdings ihre Haltung und Prioritäten verschoben. So ist es für rund ein Viertel der Befragten heute wichtiger als noch vor einem halben Jahr, im Job das zu tun, was sie wirklich gerne machen und was sinnerfüllend ist. 31 Prozent schreiben der Jobsicherheit einen höheren Stellenwert zu. Jeder Fünfte gab zudem an, dass es für ihn an der Zeit ist, den Job zu wechseln.

In puncto Work-Life-Balance lässt sich kein genauer Trend ausmachen. Während es für 19 Prozent wichtig ist, Arbeit und Freizeit bewusst voneinander zu trennen, gehen sie bei ebenso vielen mittlerweile selbstverständlicher ineinander über. Das liegt wohl auch am Homeoffice, in dem in den letzten Wochen 70 Prozent der Befragten aus Deutschland tätig waren. Mehr als die Hälfte von ihnen hat hier ins technische Equipment investiert. Dabei wurden allerdings nur 40 Prozent von ihren Arbeitgebern unterstützt. Fünf Prozent wählten einen anderen Weg - und arbeiteten im Schwimmbad oder in Cafés.

Ein deutliches Ergebnis gab es bezüglich der Vergütung: Etwa 87 Prozent der deutschen Arbeitnehmer glauben, dass über neue Entlohnungsmodelle, die nicht mehr auf der Arbeitszeit basieren, nachgedacht werden sollte. Ausgerechnet, nachdem der Europäische Gerichtshof die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung mit einem wegweisenden Urteil verschärft hat. Während 23 Prozent sagen, dass Leistung und das Erreichen von Zielen honoriert werden sollte, plädiert mehr als ein Drittel dafür, ganz neue Modelle zu entwickeln.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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