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22.10.2020

Benefits sind beliebt, aber das Angebot noch verbesserungswürdig

Geld allein ist nicht alles. Einer Studie der Beratung Mercer zufolge sind Mitarbeitern daneben vor allem Zusatzleistungen in den Bereichen Weiterbildung, flexibles Arbeiten und Gesundheit wichtig. Viele würden dafür sogar auf einen Teil ihres Grundgehalts verzichten. Aufseiten der Unternehmen besteht aber noch Nachholbedarf - vor allem, was die Flexibilität bei Benefits betrifft.

Für die Studie wurden im Sommer 2020 deutschlandweit 1.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Alter zwischen 18 und 67 Jahren befragt. Einer großen Mehrheit von jeweils mehr als 70 Prozent ist demnach die Möglichkeit wichtig, Zusatzleistungen nach individuellen Bedürfnissen auswählen und diese Auswahl im Zeitverlauf regelmäßig verändern zu können. Allerdings gaben nur 12 beziehungsweise 17 Prozent der Befragten an, dass ihnen ihr Arbeitgeber komplette inhaltliche oder zeitliche Flexibilität gewähre.

Darüber hinaus konnten nur 17 Prozent über eine Plattform oder eine App sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens auf ihre Nebenleistungen zugreifen. Dabei würden gerade in Krisenzeiten wie der jetzigen solche Benefits-Portale ein hilfreiches Mittel darstellen, um mit den Beschäftigten in Kontakt zu bleiben, sagt Eva Lawless von Mercer.

Die Beratung wollte es genauer wissen und hat außerdem gemeinsam mit dem Unternehmen Henkel 130 Organisationen aus verschiedenen Branchen zu ihrem Umgang mit Benefits befragt. Es zeigte sich, dass sich zunehmend mehr Arbeitgeber auf die veränderte Erwartungshaltung einstellen. Flexible Benefits boten aktuell zwar nur 28 Prozent der Befragten an, doch ziehen 66 Prozent eine entsprechende Einführung in Erwägung. Rund ein Drittel sieht darin ein deutliches Differenzierungsmerkmal im Kampf um Talente.

Bisher überwiegt aber noch die Tradition: 76 Prozent der Organisationen gaben an, dass ihr momentanes Benefits-Angebot auf ihrer Unternehmenshistorie basiert. 59 Prozent orientierten sich bei der Zusammenstellung an den Angeboten am Markt, 53 Prozent ließen auch die eigenen Unternehmenswerte einfließen. Nur 41 Prozent gaben an, die Präferenzen der Mitarbeiter bei der Auswahl der Benefits zu berücksichtigen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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