Nachrichten

18.11.2020

Gut vorbereitet ins Online-Bewerbungsgespräch

Online-Jobinterviews sind in der Corona-Krise für viele Unternehmen zum Mittel der Wahl geworden. Das heimische - und vielleicht auch heimelige - Umfeld verleitet Bewerbende jedoch dazu, manche Spielregeln außer Acht zu lassen, die in einem Job-Interview vor Ort selbstverständlich eingehalten würden. Die Beratung Korn Ferry gibt Tipps, wie man auch virtuell überzeugen kann.

Dazu zählt zunächst einmal das richtige Setting. Da die meisten Kandidatinnen und Kandidaten bei einem solchen Gespräch zu Hause sind, sollte ein angemessener und ruhiger Ort gefunden werden. "Ich empfehle, auf eine gepflegte, funktionale Umgebung zu setzen", sagt Floriane Ramsauer von Korn Ferry. Sollte die nirgendwo im Haus vorhanden sein, kann ein digitaler Hintergrund gewählt werden.

Danach kommt die Kamera an die Reihe. Das Bild sollte unbedingt vorher geprüft werden, um etwa sicherzustellen, dass man nicht von unten - und damit besonders unvorteilhaft - gezeigt wird. Auch die Lichtverhältnisse sollten stimmen. Des Weiteren können Gegenstände strategisch eingesetzt werden. Das kann ein Souvenir sein, um auf einen Auslandsaufenthalt hinzuweisen, oder ein Bild, das die Tochter oder der Sohn gemalt hat, um dem familiären Hintergrund Platz einzuräumen. Insgesamt gilt dabei aber, dass weniger mehr ist.

"Mir ist es zuletzt passiert, dass ein Kandidat noch vor Ende des Gesprächs angefangen hat, seinen Schreibtisch aufzuräumen", schildert Ramsauer: "Damit hat er sich selbst aus dem Rennen genommen." Grundsätzlich sollten sich Bewerbende vor dem Monitor nicht anders verhalten, als sie es in einem persönlichen Meeting machen würden.

Abschließend noch ein weiterer Tipp: Während des Gesprächs sollte nicht nur das Handy lautlos geschaltet werden. Auch sämtliche Nachrichtendienste gehören ausgestellt. Das hat nicht nur mit der Geräuschkulisse zu tun. Wer von Pop-up-Fenstern gestört wird, verliert die Konzentration. "Investieren Sie auch die Zeit, noch einmal zu klären, wie Sie zum Beispiel Websites davon abhalten, Ihnen automatisiert News zuzusenden", rät Ramsauer. Im Gespräch zahle sich absolute Ungestörtheit aus.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


Top-Themen

Arbeitsrecht

Aus- und Fortbildungskosten: Was darf der Arbeitgeber zurückfordern?


Foto: © Zerbor - Fotolia.com
Arbeitgeber benötigen qualifizierte Mitarbeiter. Diese zu finden ist nicht immer leicht. Das bringt Unternehmen dazu, Aus- und Fortbildung selbst in die Hand zu nehmen – und damit gehen sie ein teures Wagnis ein.

mehr...
 
Personalbeschaffung

Active Sourcing als Recruiting-Instrument


Foto: © Africa Studio - Fotolia.com

Recruiting-Strategien gibt es viele. Stellenanzeigen in Jobbörsen oder auf der eigenen Homepage erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Doch auch Active Sourcing kann sich für Arbeitgeber als erfolgreiche Variante der Personalbeschaffung erweisen.

mehr...

 
Arbeitsrecht

Mitarbeitergespräche: Pflicht zur Teilnahme – aber nicht in jedem Fall!


Foto: © BartPhoto - Fotolia.com

Arbeitgeber haben das Weisungsrecht, Mitarbeitergespräche anzuordnen. Dieser Anordnung müssen Arbeitnehmer aber nicht immer Folge leisten. In welchen Fällen Arbeitgeber kein Gespräch verlangen dürfen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

mehr...

 
Digitalisierung

Big Data: Brauchen wir eine Rechenschaftspflicht für Algorithmen?


Foto: ©  kentoh - Fotolia.com

Entscheidungen, mitunter auch lebenswichtige, werden zunehmend mit Unterstützung von Algorithmen getroffen. Der rechtliche Regelungsrahmen hinkt ihrem tatsächlichen Einfluss bislang stark hinterher. Daher fordern nicht nur IT-Experten immer lauter, die Entwickler für ihre Software verantwortlich zu machen – etwa mit einer Rechenschaftspflicht für Algorithmen.

mehr...

Recruiting

Bewerbungsprozess: Unternehmen müssen mit offenen Karten spielen

Junge Frau unterschreibt Arbeitsvertrag
Foto: © nd3000 - Fotolia.com

Der Arbeitgeber ist rechtlich verpflichtet, den Bewerber auf Umstände hinzuweisen, die von erheblicher Bedeutung für die Entscheidung zum Abschluss eines Arbeitsvertrages sein können. Verletzt er diese „Aufklärungspflicht“, hat das rechtliche Konsequenzen. Welche das sind, zeigt unser Beitrag.

mehr...

 
Softwareprozesse

Digitale Transformation zu Ende gedacht


Foto: © kentoh - Fotolia.com

Wenn die Abläufe in einer Personalabteilung auf elektronischen Workflow umgestellt werden, kann es zu Schwierigkeiten kommen. Worauf Personalabteilungen bei der Suche nach Softwareunterstützung für ihre HR-Prozesse achten müssen.

mehr...

   
Empfehlungsmarketing

Recruitingstrategie: Mitarbeiterempfehlungsprogramm

Zwei junge Frauen sitzen vor einem Laptop
Foto: © Antonioguillem - Fotolia.com

Viele Personaler setzen bei der Suche nach Talenten auf das Prinzip "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" – aus gutem Grund. Von diesem Empfehlungsmarketing profitiert nicht nur das Recruiting, sondern das Unternehmen als Ganzes.

mehr... 

 

Entgeltfortzahlungsgesetz

Arbeitsunfähig im Ausland: Regeln beachten, Konflikte vermeiden

Arzt sitzt Patient gegenüber
Foto: © Syda Productions - Fotolia.com
Wenn Beschäftigte im Ausland erkranken, schreibt ihnen das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) besondereVerhaltensregeln vor. Halten sie sich nicht an diese gesetzlichen Vorgaben, kann der Arbeitgeber zum Beispiel die Lohnfortzahlung einstellen. So weit muss es nicht kommen, wenn beide Seiten die im Beitrag aufgeführten Regeln beachten. 

mehr... 

 

>Weitere Top-Themen