Digital Minds gesucht: Warum IT-Skills allein nicht reichen!

Fachwissen im digitalen Bereich ist absolut gefragt: IT-Skills stehen bei Recruitern, Personalern und Headhuntern ganz oben auf der Liste der Fähigkeiten, die potenzielle neue Mitarbeiter mitbringen sollten. Doch reichen sie aus, um ein Unternehmen im digitalen Zeitalter voran zu bringen?

Wenn es darum geht, eine neue Stelle zu besetzen, spielen neben beruflichen Erfahrungen undfachlichenFähigkeiten vor allem IT-Kenntnisse eine erhebliche Rolle  –  früher noch unter dem eher ominösen Begriff EDV abgefragt. 

"Der Kandidat soll souverän mit MS Office umgehen können. Wir setzen Kenntnisse in der Bildbearbeitung voraus. Ein geübter Umgang mit dem Internet ist Voraussetzung."

Diese oder ähnliche Sätze fallen meist, wenn es um das Thema IT oder Digitalisierung geht. Natürlich sind Kenntnisse über bestimmte Programme und Anwendungen wichtig und meist auch unumgänglich, wenn es um die passende Besetzung einer Stelle geht. Und für Recruiter auch oftmals der einfachste Weg, um Punkte auf der Kandidaten-Checkliste abzuhaken:

 "IT-Skills? Vorhanden."

Aber wenn es darum geht, ernsthaft einen Mitarbeiter zu finden, der auf die Digitalisierung eingestellt ist, dann sollten Personalverantwortliche schon tiefer gehen. Nur Fähigkeiten abzugleichen, das allein reicht nicht aus. Hier spielt auch die Frage nach der Geisteshaltung der Kandidaten eine wichtige Rolle. 

Digital Natives gleich Digital Mindset?

Zu Recht nennt sich die Generation, die jetzt auf den Arbeitsmarkt drängt, Digital Natives – also mit der modernen Kommunikationstechnologie von klein auf vertraut. Doch geht es bei der digitalen Einstellung, dem Digital Mindset, um etwas vollkommen anderes: nämlich darum, für Innovationen offen zu sein – nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Offenheit für digitale Neuerungen ist für Unternehmen in der heutigen globalisierten Welt fast schon existenziell. Das beste Beispiel dafür, wie ein Digital Mind über den Sieg oder Untergang eines Unternehmens entscheiden kann, ist das kalifornische Technologieunternehmen Apple mit seinem damals wohl größten Vordenker unserer Zeit an der Spitze: Steve Jobs. Im Jahr 2007 brachte Apple mit dem Iphone das erste Smartphone auf den Markt. Intern kam das Projekt keineswegs gut an. Jobs musste sich gegen große Bedenken gegenüber seiner innovativen Idee zur Wehr setzen: Braucht man das? Werden die Menschen es annehmen? Doch Steve Jobs erkannte aber das Potenzial, das im ersten Smartphone schlummerte und setzte seine Innovation durch. Er machte sein Unternehmen zu einem der wertvollsten Konzerne der Welt.

Man mag dies mit dem Erfindergeist eines Genies erklären – und genau dies ist es, woran man Digital Minds erkennt: Ideen und Neuerungen rund um das Thema Digitalisierung, beispielsweise im Bereich Arbeit 4.0 oder digitale Prozesse. Man gibt ihnen eine Chance und schmettert sie nicht direkt ab! 

Recruiter brauchen wahres HR-Geschick

Digital Minds zu erkennen, ist für Recruiter und Personalverantwortliche nicht leicht. Skills kann man erfragen oder sich belegen lassen. Aber auf die Frage, ob jemand offen ist für den digitalen Wandel, wird wohl jeder mit einem „Ja“ antworten. Hier gilt es, wahres HR-Geschick an den Tag zu legen. Denn Digital Minds werden das Rennen machen und über den Erfolg von Unternehmen entscheiden: Die einfachsten und kleinsten Ideen können heute im globalen Zeitalter enorme Auswirkungen haben – und diese werden nun mal von den digitalen Köpfen unserer Zeit kommen.  

Quelle: Autor Christian Scherer, Online-Marketing Manager von richtiggutbewerben.de, Düsseldorf