10 Tipps, wie Sie mit Fehlern in der Ausbildungspraxis umgehen

4. Tipp: Verändern Sie Ihr Verhalten!

Wenn Sie sich vornehmen, Ihr Verhalten das nächste Mal zu ändern, dann führen Sie sich diese Situation konkret vor Augen. Am besten proben Sie sogar dafür, wenn das möglich ist. Dadurch wächst die Chance, dass Sie Ihr Gelerntes erfolgreich umsetzen. Ohne eine tatsächliche Veränderung Ihres Verhaltens wäre der Lerneffekt gleich null – die gleichen Fehler würden sich wiederholen.

In Ausbildungsunternehmen, in denen Fehler nicht als Problemlösungsversuche wertgeschätzt und die darin enthaltenen Lernchancen genutzt werden, entsteht häufig ein Klima der Risikovermeidung. Die Art und Weise, wie beispielsweise in einer Organisation über Fehler gesprochen wird, verrät sehr viel über deren Umgang mit Fehlern. In fehlerunfreundlichen Betrieben lernen Ausbilder und Auszubildende vor allem eines: Fehler jeglicher Art sind schlecht und sollten von Anfang an vermieden werden. Wenn es einmal nicht gelingt, gilt es den Fehler zu vertuschen – auf Teufel komm raus.

Auch wenn die Kultur eines Ausbildungsunternehmens großen Einfluss darauf hat, wie die Handelnden mit Fehlern umgehen, können Sie als Ausbilder durchaus im Kleinen etwas verändern. Zwei Maßnahmen sind dazu notwendig: Sagen Sie Ihren Auszubildenden, dass Sie Fehler machen dürfen (siehe Tipp Nr. 5). Und verhalten Sie sich in dieser Beziehung vorbildlich (siehe Tipp Nr. 6).

Autor: Michael Kluge hat sich als Trainer, Coach und Publizist auf das Thema Berufsausbildung spezialisiert. Er gehört zum Autorenteam von "PersonalAusbilden" und ist Autor des Fachbuchs "Der Ausbilder als Coach". / Foto: © ivector - Fotolia.com