Langsam, aber sicher passen immer mehr Unternehmen ihre IT an die Pandemiesituation mit vielfachem Homeoffice an. Auch Schulungen werden häufiger durchgeführt. Zahlreiche Betriebe riskieren aber nach wie vor viel.

Das zeigt eine repräsentative Umfrage des TÜV Süd, an der im Februar 2020 mehr als 500 Unternehmensentscheider teilgenommen haben. Waren die meisten von ihnen vom ersten Lockdown noch kalt erwischt worden, bietet sich nach einem Jahr Pandemie ein anderes Bild. 39 Prozent gaben an, alle Mitarbeiter im Homeoffice mit einer sicheren IT-Infrastruktur und einem VPN-Zugang (Virtual Private Network) ausgestattet zu haben. Weitere 19 Prozent sagten, dass dies überwiegend der Fall ist: Nur manche Mitarbeiter würden mit privaten Geräten arbeiten oder sich ohne sicheren VPN-Zugang ins Firmennetzwerk einwählen.

Bei den Mitarbeiterschulungen zum Thema Cybersicherheit zeigt sich ein ähnliches Bild: Wo Homeoffice möglich ist und ausgeübt wird, wurden in 29 Prozent der Unternehmen alle Mitarbeiter geschult, um Phishing-Mails, Malware und CEO-Fraud zu erkennen. 16 Prozent haben dies immerhin überwiegend getan. Nach Angaben des TÜV Süd sind Attacken dieser Art seit dem ersten Lockdown deutlich angestiegen.

Vielerorts gibt es allerdings noch Nachholbedarf. Neun Prozent der Umfrageteilnehmer räumten ein, dass viele Mitarbeitende mit privaten Geräten oder ohne sicheren VPN-Zugang tätig sind. Bei vier Prozent galt das sogar für die gesamte Belegschaft. 22 Prozent stellten sich solche Fragen nicht, da sie kein Homeoffice anbieten oder es bei ihnen nicht möglich ist.

Des Weiteren hatten 12 Prozent ihre Mitarbeitenden kaum geschult. Bei 14 Prozent kam noch gar niemand in den Genuss einer Schulung, wie Cybergefahren zu erkennen und abzuwehren sind. Wie groß die jeweiligen Dunkelziffern sind, lässt sich kaum sagen: Alle Angaben beruhten auf der Selbsteinschätzung der Befragten.

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