Führungskräfte von IBM sollen sich in internen E-Mails verächtlich über ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geäußert haben. Sie bezeichneten sie unter anderem als „Dino-Babies“, die zu einer „ausgestorbenen Spezies“ gemacht werden sollten. Das geht aus einem Gerichtsdokument hervor.

Zahlreiche ehemalige Mitarbeitende werfen dem IT-Konzern in den USA Altersdiskriminierung vor. Über Jahre soll er darauf hingewirkt haben, ältere Beschäftigte durch jüngere zu ersetzen. Ein Bezirksgericht erlaubte den Klägern nun, die E-Mails, die teilweise von hochrangigen Führungskräften stammen, offenzulegen. Das Dokument, obwohl stellenweise geschwärzt, hat es in sich.

So hat sich eine Managerin in einer Mail offensichtlich frustriert darüber gezeigt, dass der Anteil an Millennials an den Beschäftigten lediglich bei 42 Prozent liegen würde, beim Wettbewerber Accenture aber bei 72 Prozent. An anderer Stelle heißt es, dass ältere IBM-Mitarbeitende – „Dinobabies“ – eingeladen werden sollten, das Unternehmen zu verlassen.

Weiter wird in dem Gerichtsdokument aus einer E-Mail zitiert, in der die „überalterte Belegschaft“ kritisiert wird, die keine Digital Natives und damit eine „echte Bedrohung“ für das Unternehmen seien. Darüber hinaus soll es eine Regelung gegeben haben, nach der junge Fachkräfte in den ersten zwölf Monaten grundsätzlich von Massenentlassungen ausgenommen waren.

IBM weist die Vorwürfe zurück. Bloomberg zitiert einen Sprecher des Konzerns dahingehend, dass das Unternehmen zu keiner Zeit systematische Altersdiskriminierung betrieben habe. Mitarbeitende seien aufgrund von sich ändernden Geschäftsbedingungen entlassen worden, nicht wegen ihres Alters. Die in den E-Mails zitierte Sprache stimme nicht mit dem Respekt überein, den IBM für seine Belegschaft habe.

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