Die digitale Transformation des HR-Bereichs hierzulande hinkt im Vergleich zu anderen europäischen Staaten hinterher. Die Coronakrise hat ihr nun einen weiteren Rückschlag versetzt, wie eine neue Umfrage zeigt. Dabei könnten sich gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einen Wettbewerbsvorteil durch Investitionen in die digitale Personalarbeit verschaffen, berichtet SD Worx.

Die digitale Transformation des HR-Bereichs hierzulande hinkt im Vergleich zu anderen europäischen Staaten hinterher. Die Coronakrise hat ihr nun einen weiteren Rückschlag versetzt, wie eine neue Umfrage zeigt. Dabei könnten sich gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einen Wettbewerbsvorteil durch Investitionen in die digitale Personalarbeit verschaffen, berichtet SD Worx.

Der HR- und Payroll-Dienstleister hat im Juni 2020 insgesamt 3.000 Unternehmen in elf europäischen Ländern befragt. Von den deutschen Befragten gaben nur 29 Prozent an, bereits einen hohen Grad an Digitalisierung im HR-Bereich erreicht zu haben. Der europäische Durchschnitt liegt bei 37 Prozent. 31 Prozent der deutschen Unternehmen müssen die Digitalisierung in ihrem Personalwesen noch vorantreiben oder gar zunächst einmal starten.

Deutschland liegt vor allem in den Bereichen Payroll, HR-Administration und HR-Analyse auf den hinteren Plätzen. „Lediglich im Bereich der HR-Tools zur Einreichung von Urlaubstagen oder Anfrage nach Schulungen kommt Deutschland auf einen Platz im Mittelfeld“, heißt es bei SD Worx weiter.

Je größer die Unternehmen sind, desto höher ist in der Regel auch ihr Digitalisierungs- beziehungsweise Automatisierungsgrad im HR-Bereich. Das liegt sicherlich auch an den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Nicht nur, aber vor allem KMU könnten sich jedoch einen Wettbewerbsvorteil bei der Rekrutierung und langfristigen Bindung verschaffen, wenn sie in die digitale Personalarbeit investieren. Außerdem könnten sich die HR-Teams stärker auf strategische Aufgaben konzentrieren, wenn repetitive Verwaltungsaufgaben wegfallen.

Allerdings wird die Automatisierung von HR-Prozessen und die digitale Transformation europaweit häufig als nicht sehr dringlich angesehen, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Auf einer Liste von 19 HR-Prioritäten liegen diese Ziele nur auf den Plätzen 15 und 16. Vor allem deutsche Unternehmen legen den Fokus aktuell eher auf Themen rund um die Work-Life-Balance.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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