Berufliche Netzwerke setzen ihren Höhenflug in der Pandemie weiter fort. Eine Umfrage zeigt, dass es vielen dabei nicht um die größte Reichweite geht. Vielmehr stehen individuelle Dialoge und kleinere Kommunikationsräume hoch im Kurs.

Das Netzwerk Xing hat dazu im September 2020 rund 1.000 Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. 67 Prozent von ihnen glaubten, dass am ehesten jenen Personen in beruflichen Netzwerken eine Bühne geboten wird, die am besten darin sind, sich besonders gut darzustellen. Dass fachliche Expertise dafür ausschlaggebend ist, meinten nur 27 Prozent.

Acht von zehn befragten Mitgliedern gaben des Weiteren an, sich in kleinen und geschützten Kommunikationsräumen beziehungsweise im individuellen Dialog wohler zu fühlen. Von dieser Gruppe sagte wiederum die Hälfte, dass sie aktiver in beruflichen Netzwerken kommunizieren wollten, wenn es mehr Raum für individuelle Kommunikation gäbe. Soziale Netzwerke verstärken oftmals reine Selbstdarstellung und unreflektierten Applaus, kommentiert Sabrina Zeplin von Xing die Ergebnisse: „Das hält all jene, die an authentischem Austausch und echter Konversation interessiert sind, davon ab, selbst aktiv zu werden.“

Nach ihren Wünschen und Bedürfnissen befragt, nannten 56 Prozent relevante Jobvorschläge. Auf den Plätzen folgen Vorschläge von Unternehmen, die zu einem passen, das Interesse an spannenden Menschen und Kontakten sowie qualitative und relevante News-Inhalte. Allen gemeinsam sei die individuelle Relevanz für jedes einzelne Mitglied, so Zeplin. Sie sieht darin auch eine Folge der Pandemie: „Es wird digitaler, aber auch persönlicher, selektiver und direkter kommuniziert.“

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