Auch nach einem Jahr Pandemie haben viele Beschäftigte immer noch Schwierigkeiten, sich gut im Homeoffice zu organisieren und dabei Beruf und Privatleben unter einen Hut zu bekommen. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) will mit praktischen Tipps helfen.

Wichtig sei zunächst ein neuer Tagesrhythmus. Dazu zähle, angemessene Arbeitszeiten zu finden und beispielsweise auch die üblichen Essenszeiten aufrechtzuerhalten. Die Familienmitglieder sollten Teil der neuen Struktur sein, da sie ebenfalls Bedürfnisse und Routinen haben: „Damit das Zusammenspiel gelingt, ist Organisation gefragt und guter Wille von allen.“

Die Initiative empfiehlt, die Bedürfnisse und Verpflichtungen aller Familienmitglieder zu sammeln und darauf basierend gemeinsame Regeln zu erarbeiten. Abends könne darüber gesprochen werden, was gut und was nicht gut funktioniert hat. Darüber hinaus sollten für schulpflichtige Kinder Lernzeiten von der Freizeit getrennt werden. Ebenfalls hilfreich sei die Definition von klaren Zeiten, in denen sich jede und jeder alleine beschäftigt oder in denen gemeinsame Aktivitäten möglich sind. Auch Rückzugsmöglichkeiten sind Gold wert.

Wer seine eigenen Tage möglichst genau plant, behalte das Gefühl, die Situation im Griff zu haben, heißt es bei der INQA weiter. Das gilt auch für Pausen, die zwar als erstes vergessen würden, aber wichtig seien. Ein Wecker, der alle eineinhalb Stunden klingelt, erinnert daran, einmal kurz durchzuatmen.

Apropos Durchatmen: Körperliche Bewegung ist auch zu Hause unabdingbar. Hier bieten sich beispielsweise Online-Fitnesskurse oder Yoga an. Ein kleiner Spaziergang – inklusive Treppen steigen – kann der Kreativität ebenfalls auf die Sprünge helfen. Soziale Distanzierung bedeute zudem nicht, dass die Kontakte leiden müssen. Eine Verabredung zum Videochat, auch mit mehreren Personen, sorgt für Auflockerung, ein Gefühl der Gemeinsamkeit – und Vorfreude auf die Zeit, wenn persönliche Treffen in Gruppen wieder möglich sind.

Aktuelle Beiträge