Lob und Kritik gehören zu einem vertrauensvollen Miteinander. Mit beidem hält sich jedoch die Mehrheit der Beschäftigten zurück, wie eine repräsentative Umfrage von Kununu zeigt. Führungskräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen.

Insgesamt hat die Bewertungsplattform 1.260 Beschäftigte befragen lassen. 77,5 Prozent von ihnen gaben an, sich mindestens schon einmal über ihren Arbeitgeber gefreut zu haben. Allerdings sagten das nur 47,1 Prozent ihren Vorgesetzten, 7,6 Prozent teilten es der Personalabteilung mit. Gegenüber den Partnern oder Freunden ist die Offenheit größer: Hier sprechen 63,5 Prozent der Arbeitnehmer über ihre Freude. Etwa jeder Fünfte behält sie indes komplett für sich.

Mit Kritik wird noch sensibler umgegangen: Zwar haben 60,4 Prozent der Befragten ihren Arbeitgeber schon einmal infrage gestellt. Aber nur 31,8 Prozent beziehungsweise 9,1 Prozent redeten darüber mit ihren Vorgesetzten oder der Personalabteilung. Ganze 36,7 Prozent behielten den Ärger komplett für sich – und zeigen damit, dass es in puncto transparenter Feedback-Kultur in vielen Unternehmen offensichtlich noch Nachholbedarf gibt. „Führungskräfte sollten daher als Vorbild fungieren, indem sie regelmäßiges Feedback geben“, so Chesran Glidden von Kununu. Sie sollten die Mitarbeitenden zudem aktiv dazu auffordern, sich selbst positiv und konstruktiv einzubringen.

Konkret freuten sich mit 76 Prozent die meisten über attraktive Aufgaben, gefolgt von einem positiven Klima im Kollegenkreis, einem im internen Vergleich überdurchschnittlichen Gehalt sowie einem guten Führungsstil der Vorgesetzten. Häufigster Grund für Ärger war mangelndes Feedback von Vorgesetzten, das monierten 73 Prozent. Besser verdienende Kollegen, mangelnde Förderung der Weiterbildung und unattraktive Arbeitsinhalte regten ebenfalls viele Teilnehmer der Befragung auf.

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