Die betriebliche Weihnachtsfeier ist für viele Firmen und Belegschaften eine Tradition. In Zeiten der Corona-Pandemie sind persönliche Zusammenkünfte nur bedingt möglich. Virtuelle Events stellen eine Alternative dar.

Die vierte Welle hat Deutschland im Griff. Das Infektionsgeschehen ist hoch und die Krankenhäuser kommen zunehmend an ihre Grenzen. Um Ansteckungsrisiken so gering wie möglich zu halten, lassen viele Unternehmen ihre jährliche Weihnachtsfeier in Präsenz ausfallen. Damit auf die Tradition aber nicht in Gänze verzichtet werden muss, gibt es Tipps, wie eine Feier zum Jahresabschluss auch unter Corona-Bedingungen stattfinden kann.

Die betriebliche Weihnachtsfeier ist ein Dankeschön an die Angestellten. Arbeitgeber drücken damit unter anderem Anerkennung und Wertschätzung für geleistete Arbeit aus. Ein gemeinsames Event kann den Zusammenhalt und die Motivation fördern. „Natürlich ist es am schönsten, wenn alle Beschäftigten dazu an einem Ort zusammenkommen und gemeinsam feiern“, sagt Gregor Doepke, Kommunikationsleiter der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Die Empfehlung lautet jedoch, sich aufgrund der hohen Inzidenzen nicht in großen Gruppen in geschlossenen Räumen zu treffen. Selbst unter Einhaltung der AHA-Regeln plus Lüften bleibe ein Infektionsrisiko. Als Alternative bietet sich ein Online-Event beziehungsweise eine virtuelle Weihnachtsfeier an.

Betriebliche Weihnachtsfeier im virtuellen Format

Wer auf eine Weihnachtsfeier im Online-Format setzt, darf die Vorbereitung und technische Hürden nicht außer Acht lassen. So ist es wichtig, dass alle Beteiligten mit der digitale Plattform vertraut sind. Ebenso ist im Vorfeld festzulegen, wie mit Software- oder Hardwareproblemen bei Beginn oder während der virtuellen Feier umzugehen ist. Manche Tools für Video-Meetings bieten Möglichkeiten sowohl für Reden im Plenum als auch für Kleingruppen oder persönlichen Austausch. Von Vorteil ist es, wenn die Plattform verschiedenen Optionen bietet. Wenn nur eine Person redet, die anderen lediglich zuhören, kann die virtuelle Weihnachtsfeier schnell monoton wirken. Gespräche in Einzelgruppen sorgen für Abwechslung.

Die DGUV gibt außerdem den Tipp, dass virtuelle Feiern durch haptische Elemente ergänzt werden können. So bietet es sich an, im Vorfeld Einladungskarten oder selbstgebackene Plätzchen per Post an die Beteiligten zu verschicken. Auch lassen sich online klassische Programmpunkte einer Weihnachtsfeier abbilden. Dazu zählen zum Beispiel Weihnachtswichteln, gemeinsame Teamwettbewerbe oder Ratespiele. Online-Angebote und Apps können dabei unterstützen. Eine weitere Alternative ist ein gemeinsames Essen auf digitale Weise. Ein moderierender Koch kann per Video-Meeting die Teilnehmer, die via Kamera zugeschaltet sind, in ihrer Küche zu Hause anleiten.

Sind alle Beschäftigten vollständig geimpft oder genesen, können gegebenenfalls Treffen ins Präsenz in Betracht kommen. Die Empfehlung dazu lautet allerdings, dass Gruppen klein sein sollen, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Ein tagesaktueller Schnelltest kann zusätzlich in einer Gruppe unter Geimpften und Genesenen die Sicherheit erhöhen.

Versicherungsschutz auf Betriebsfeiern

Für alle betrieblichen Weihnachtsfeiern gilt in der Regel: Beschäftigte stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Voraussetzung dafür ist laut DGUV, dass die Feier für alle Angestellten offen ist. Ebenso muss sie einem Gemeinschaftszweck dienen, beispielsweise das Betriebsklima fördern oder der Verbundenheit mit dem Betrieb dienen. Dieser Schutz gilt ebenso bei Online-Veranstaltungen. Treffen sich zu einer Weihnachtsfeier nur einzelne Abteilungen oder Bereiche, muss im Sinne des Versicherungsschutzes jeder Beschäftigte dieser Einheit uneingeschränkten Zugang zu dem Event haben.

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