Menschen sind keine Maschinen. Eine Binsenweisheit, die bei ihrer Zusammenarbeit aber einer neuen Studie zufolge noch viel zu selten beachtet wird. Technische Systeme lernen anders als Menschen und neigen auch nicht dazu, sich bei Erfolg zu überschätzen. Im Zuge der fortschreitenden Automatisierung müsse das berücksichtigt und die Interaktion zwischen beiden effizienter gestaltet werden.

Viele Systeme und Maschinen seien zwar von Menschen für Menschen entwickelt worden, berichtet das Forscherteam der Universität Paderborn und der Queensland University of Technology in Australien. Sie berücksichtigten menschliches Verhalten in vielen Fällen jedoch nicht. Das Problem liege oftmals also beim Menschen, der die Technik nicht richtig verstehen und bedienen könne: „Wir dürfen sie hierbei allerdings nicht für ihr Handeln beschuldigen, sondern müssen die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine effizienter gestalten.“

In einem Szenario ihrer Studie zeigte sich, dass die Leistung von menschlichen Drohnenpiloten schlechter wurde, je mehr Rückmeldungen sie zu ihrer Arbeit erhielten. Maschinen dagegen verbessern ihre Leistung durch stetiges, direktes und häufiges Feedback. Darüber hinaus fanden die Wissenschaftler heraus, dass Menschen dazu neigen, ihre Fähigkeiten zu überschätzen, sobald sie in einer bestimmten Sache erfolgreich waren. Das werfe die Frage auf, ob man Informationen über solche Erfolge unter gewissen Umständen besser zurückhalte, so Professor Dr. René Fahr von der Universität Paderborn.

Da die Interaktion zwischen Mensch und Maschine zunehmend zu einem Teil des alltäglichen Lebens wird, würden Fragen wie diese immer wichtiger. Als Beispiel nennen die Forscher Arbeitsplätze, an denen autonome Roboter Hand in Hand mit Menschen arbeiten. „Aus diesem Grund müssen wir verstehen, wie Menschen und Maschinen miteinander agieren“, fasst Professor Dr. Daniel Quevedo von der Queensland University zusammen. Häufig sei es nämlich der menschliche Einfluss, der zu einem Engpass führe.

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