Das Verhalten von Führungskräften hat Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeitenden. Ein neues Faktenblatt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt, wie positive Effekte gefördert werden können.

Darin floss die Auswertung einer umfangreichen Erwerbstätigenbefragung ein. Eines ihrer Ergebnisse war, dass Unterstützung sowie Anerkennung durch Führungskräfte die wahrgenommene Belastung durch Arbeitsintensität senken kann. So gaben zwar 59 Prozent der Beschäftigten, die häufig durch Vorgesetzte unterstützt werden, an, durch häufigen Termin- oder Leistungsdruck belastet zu sein. In der Gruppe, die nie Unterstützung erhält, waren es jedoch 73 Prozent.

„Beschäftigte, die häufig Anerkennung oder Unterstützung durch ihre Führungskraft erfahren, berichten zudem deutlich seltener über psychosomatische Beschwerden wie zum Beispiel Erschöpfung, Müdigkeit, Reizbarkeit oder Schlafstörungen“, berichtet die BAuA weiter. So gaben 37 Prozent in der Gruppe der Beschäftigten, die häufig Unterstützung erhalten, an, dass sie keinerlei Beschwerden haben. In der Vergleichsgruppe waren es lediglich 17 Prozent. Ähnlich sah es bezüglich der erhaltenen Anerkennung aus.

Die Autoren sehen aufgrund dieser Zahlen noch Entwicklungspotenzial in puncto gesunder Führung. Ihnen zufolge wäre eine Unternehmenspolitik, die ein wertschätzendes Miteinander betont und die Beschäftigten ermutigt, Probleme oder Fehler offen zu kommunizieren, förderlich. Auch Feedback zu geben und zu suchen sollte selbstverständlich werden. Außerdem sollten die Führungskräfte hinsichtlich der Bedeutung von unterstützendem und wertschätzendem Verhalten sensibilisiert und geschult werden. Die Beschäftigten stehen aber ebenfalls in der Pflicht: Es hilft letztendlich allen, wenn sie aktiv Unterstützung von Vorgesetzten einfordern, wenn sie keine Lösung für ein Problem finden.

Das BAuA-Faktenblatt „Unterstützung und Anerkennung durch Vorgesetzte“ kann hier heruntergeladen werden.

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