Führungskräfte stehen in der Pandemie noch stärker unter Druck als ohnehin schon. Eine Studie zeigt, dass sie Unterstützung brauchen – denn viele sehen sie für die Herausforderungen der Zukunft (noch) nicht gewappnet.

Für die „Future of Leadership”-Studie hat der HR-Dienstleister Softgarden 3.561 Bewerbende und 251 Personalverantwortliche befragt. Erstere haben gleich eine Vielzahl an Anforderungen formuliert, die jeweils weit über 70 Prozent für wichtig bei ihren Vorgesetzten erachten. Dazu zählen die Förderung der psychischen Gesundheit der Mitarbeitenden – der mit Abstand am häufigsten genannte Aspekt –, die Organisation der Zusammenarbeit, virtuelle Führung, die Mitarbeitermotivation und -entwicklung sowie die Mitarbeitersteuerung.

Es herrscht jedoch teilweise große Skepsis, ob die Führungskräfte diesen Aufgaben gewachsen sind. In puncto Mitarbeitersteuerung, Organisation der Zusammenarbeit und Mitarbeiterentwicklung glaubte zumindest eine knappe Mehrheit, dass sie darauf eher oder gut vorbereitet sind. 61,2 Prozent der befragten Bewerber waren jedoch überzeugt, dass ihre Führungskräfte auf das Thema „psychische Gesundheit“ gar nicht oder eher nicht vorbereitet sind. Bei der „virtuellen Führung“ waren es fast ebenso viele.

Die befragten HR-Verantwortlichen waren zwar insgesamt etwas optimistischer eingestellt. Trotzdem scheinen auch sie nicht gänzlich überzeugt von der Zukunftsfähigkeit der eigenen Führungskräfte. Beim Thema „virtuelle Führung“ waren sie ähnlich skeptisch wie die Bewerber – bei der „psychischen Gesundheit“ sogar skeptischer, berichtet Softgarden: „68,3 Prozent der HR-Verantwortlichen trauen den Führungskräften im eigenen Unternehmen diese Kompetenz gar nicht oder eher nicht zu.“

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