Für die Anerkennung von Covid-19 als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit muss eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen sein. Daher sollte sie mit einem PCR-Test geprüft und dokumentiert werden. Darauf weisen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hin.

Ein solches positives Testergebnis gelte als Nachweis für die gesetzliche Unfallversicherung, dass es sich bei einer Erkrankung um Covid-19 handelt. Personen, bei denen der Verdacht auf eine berufsbedingte Infektion besteht, haben weiterhin Anspruch auf einen PCR-Test. Voraussetzung hierfür ist ein positiver Antigentest sowie Hinweise darauf, dass die Infektion bei der Arbeit erfolgt ist.

Grundsätzlich kann eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ein Versicherungsfall für die gesetzliche Unfallversicherung sein. Die Infektion muss dazu nachgewiesen und auf die versicherte Tätigkeit zurückgeführt werden können. Außerdem muss die versicherte Person Symptome einer Erkrankung an Covid-19 zeigen.

Nun kann es allerdings sein, dass Versicherte bei ihrer Tätigkeit Kontakt mit infizierten Menschen haben und ein Antigentest eine Ansteckung anzeigt, obwohl sie keine Symptome haben. Auch in diesem Fall empfiehlt es sich laut Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, dass die Betroffenen die Infektion dennoch mit einem PCR-Test dokumentieren: „So ist der Nachweis der Infektion auch für den Fall gesichert, dass nach einem zunächst milden Verlauf zu einem späteren Zeitpunkt gesundheitliche Probleme auftreten, die auf Long-Covid hindeuten.“

Das Testergebnis sowie Umstände der Infektion sollten darüber hinaus im Verbandbuch beziehungsweise Meldeblock des Betriebs oder der Bildungseinrichtung dokumentiert werden. Die zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse könne diese Unterlagen dann nutzen, um zu ermitteln, ob es sich bei der Erkrankung um einen Versicherungsfall handelt.

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